Vorschläge zur Nomenklatur der Steroide
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1951
- Tongue
- German
- Weight
- 747 KB
- Volume
- 34
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Konferenz iiber die Nomenklatur der Steroide. Die Teilnehmer (siehe Schluss dieses Berichtes) schlugen mehrheitlich die folgenden Regeln vor, die der ,,Union Internationale de Chimie Pure et AppliquBe" zur Genehmigung unterbreitet werden sollen.
Numerierung. Regel 1. Steroide sollen entsprechend Formel I numeriert werden. Auch wenn eines oder mehrere der in I enthaltenen C-Atome fehlen, soll die Numerierung der verbleibenden nicht geiindert werden. B e m e r k u n g e n : Die in Formel I gegebene Numerierung ist in der Sterin-Chemie allgemein anerkannt, obgleich sie nicht mit der Vorschrift des ,,Ring Index" fur Cyclopentaralphenanthren (Nr. 2561) iibereinstimmt. In den meisten (wenn auch nicht in allen) neueren Publikationen wird der an (2-13 haftenden Methylgruppe die Nummer 18 gegeben, weil diese Methylgruppe in a l l e n natiirlichen Steroiden anwesend ist. Die an C-10 haftende Methylgruppe, die in den ostran-Derivaten fehlt, erhalt daher Nr. 19. Allgemeine Nomenklaturgrundsiitze. Regel 2. Jeder Name soll nur einem Stoff mit raumlich genau bestimmtem Bau zugeordnet werden. Die Benennung von Stoffen unbekannter Konfiguration geschieht nach Regel 5. 2. B e m e r k u n g e n : Eine beschrankte Anzahl wichtiger Grundstoffe erhalt Namen, die im folgenden aufgezahlt werden. Jeder Name ist einer einzigen stereochemischen Konfiguration zugeordnet. Alle bekannten Steroide sind mit diesen Grundstoffen verwandt 1) In diesem Bericht werden die Bezeichnungen entsprechend den im deutschen Sprachgebiet iiblichen Regeln formuliert. Ahnliche Berichte sollen moglichst gleichzeitig in den USA., England und Frankreich erscheinen. Die vier Fassungen werden sich in gewissen Einzelheiten, wie Verwendung von Kursivschrift, Hilfszeichen, wie Punkten, Kommas usw., Anordnung der Stellungsnummern der Substituenten, Schreibweise von Atio usw., voneinander unterscheiden und den ,,Hausregeln" der genannten Lander entsprechen. Kleine Abweichungen, entsprechend den Anforderungen bestimmter Zeitschriften, sind zuliissig. Hier wurden die Stellungsnummern der in den Namen enthaltenen Substituenten entsprechend der im ,, Bedstein'' verwendeten Methode in Klammern an den Schluss gesetzt (z. B. 3fi-Oxy-androstanon-(17)), obgleich auch im deutschen Sprachgebranch eine Voranstellung ohne Klammer zulassig ist (z. B. 3~-Oxy-androstan-17-on).
Hier is$ die Angabe 3a und 38 unnotig, da die Art der Bindung bereits aus dem Namen 3,5-Cyclocholestanol bzw. Koprostanol eindeutig hervorgeht.
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Schweizerische chemische Gesellschaft, Basel -Soci6t6 auisse de chimie, Bale -Societk svizzera di chimica, Basilea. Naohdruck verboten. -Tous droits r6serv6s. -Printed in Switzerland. 258. Bemerkungen zu den ,,Vorschliigen zur Nornenklatur der Steroide" von Arthur Stoll. (20. VIII. 51.) Vom 30, Mai