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Von Isocyaniden via Vierkomponenten-Kondensation zu Antibiotica-Synthesen

✍ Scribed by Prof. Dr. Ivar Ugi


Book ID
102721113
Publisher
John Wiley and Sons
Year
2006
Tongue
English
Weight
869 KB
Volume
94
Category
Article
ISSN
0044-8249

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Abstract

Die Vierkomponenten‐Kondensation von Aminen und Carbonylverbindungen mit IsocyanidenIsocyanide wurden früher fast immer als Isonitrile bezeichnet. Nach der IUPAC‐Regel C‐833.1 ist nur der Name „Isocyanide”︁ zulässig.

und geeigneten Säure‐Komponenten (Wasser, Thioschwefelsäure, Dihydrogenselenid, Hydrogenazid, Cyansäure, Thiocyansäure) zu α‐Aminosäurederivaten wurde 1959 entdeckt. Dieses Reaktionsprinzip erinnert zugleich an die Strecker‐Synthese und an die Passerini‐Reaktion. Die Vierkomponenten‐Kondensation ermöglicht leicht durchführbare und ergiebige Eintopf‐Synthesen vieler Arten komplizierter Moleküle aus einfachen Bausteinen. Erst seit wenigen Jahren werden die präparativen Vorzüge der Vierkomponenten‐Kondensation bei Synthesen von Naturstoffen und ihrer Analoga durch zahlreiche Arbeitsgruppen ausgenützt, obwohl viele der Möglichkeiten, die dieses Syntheseprinzip eröffnet, seit mehr als zwanzig Jahren erkennbar waren. Im vorliegenden Fortschrittsbericht werden richtungsweisende Synthesen mannigfacher Antibiotica zusammenfassend erörtert. Ihr Entwurf enthält jeweils eine Vierkomponenten‐Kondensation als Schlüsselschritt, mit dem stufenreiche Reaktionsfolgen vermieden werden können, die sonst zum Erreichen des Syntheseziels erforderlich wären.


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