Von Cycloolefinen zu linearen C2-symmetrischen 1,4-Diamino-2,3-diol-Bausteinen – Peptidmimetica, Biokatalyse und Pinakol-Kupplung von α-Aminoaldehyden
✍ Scribed by Joachim Armbruster; Stefan Grabowski; Thomas Ruch; Horst Prinzbach
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1998
- Tongue
- English
- Weight
- 145 KB
- Volume
- 110
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
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✦ Synopsis
C 2 -symmetrische 1,4-Diamino-2,3-diol-Gruppierungen des Typs E sind zentrale Strukturelemente in zahlreichen biologisch aktiven Verbindungen. [1] Eine variationsfähige Synthese solcher Bausteine, basierend auf dem kürzlich dokumentierten Zugang zu enantiomerenreinen Aminoaldehyden des Typs D aus technischen Cycloolefinen A, [2] sowie exemplarische Anwendungen dieses Synthesekonzepts im Bereich aktueller Wirkstoffe werden im folgenden vorgestellt. [1,3] Der lineare enantiomerenreine C 8 -Aminoaldehyd ()-4 (D, n 2) wird über die in Schema 1 skizzierte Reaktionsfolge gewonnen: [2] Addition von Azodicarbonsäurediethylester (DEAD) an 1,3-Cyclooctadien 1, Ozonolyse, Reduktion (unter strikter Einhaltung eines Temperaturprogramms) und enzymatische Asymmetrisierung, entweder durch Veresterung des meso-3,8-Bis(hydroxymethyl)-1,2-diazacyclooctan-1,2-dicarbonsäurediethylesters 2 a (3()-2 c) oder Hydrolyse des Diacetats 2 b (3(À)-2 c), wobei sich einmal mehr für beide Varianten Lipozym IM als Enzym der Wahl herausgestellt hat (jeweils 70 ± 80% Ausbeute, ee ! 93 %). Die vorläufig nur mit ()-2 c praktizierten Schutzgruppenmani-pulationen zu 2 f, die reduktive N-N-Spaltung (3 a) sowie die abschlieûende Swern-Oxidation 3 b 3()-4 (die absolute Konfiguration 2S,7R ist vorläufig [2] ) verliefen in durchweg sehr hohen Ausbeuten; unter den spezifizierten Bedingungen wird die optische Reinheit nicht beeinträchtigt. [1c, 4] In kristalliner Form ist ()-4 lagerfähig, in Lösung (CHCl 3 ) erfolgt langsam Epimerisierung an C-2.