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Volumetrische Bestimmung der Phosphorsäure, bei Gegenwart von Alkalien, Calcium, Magnesium, Eisen und Thonerde, mit besonderer Anwendung zur Werthbestimmung von Düngemitteln

✍ Scribed by J. Bongartz


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1884
Tongue
English
Weight
397 KB
Volume
222
Category
Article
ISSN
0365-6233

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✦ Synopsis


Von allen maassanalytischen Methoden zur Bestimmung der Phosphorsaure, bei Gegenwart von Alkalien und alkalischen Erden, zeichnet sich nur die Uranmethode durch ihre rasche Ausfuhrbarkeit aus. Bei Anwesenheit von Eisen und Thonerde werden letztere vorher aus essigsaurer L6sung als Phosphate abgeschieden und wird die darin enthaltene Phosphorsaure gewichtsanalytisch bestimmt. Be-W i g t die Menge der an Eisen nnd Thonerde gebundenen Phosphorsaure mehr wie 1 %, SO muss die Bestimmung der gesammten Phosphorsaure nach der Molybdanmethode ausgefuhrt werden. 1st die Phosphorsaure in freiem Zustande, oder gebunden an Kalium oder Natrium, SO lisst sich dieselbe, nach Thompson,' leicht durch eine Eali-oder Natronlauge von bestimmtem Gehalte ermitteln , wobei man Methylorange oder Phenolphtaliin als 'Indicator benutzt. Versetzt man freie Phosphorsaure , auf Zusatz von Methylorange, so lange mit Kalilauge, bis die Rothfirbung in Blassgelb ubergegangen ist, so hat sich KH2 PO4 gebildet: H 3 P 0 4 + KOH = KHaF'04 + H'O; es verhdt sich demnach die verbrauchte Menge KOH zur Phosphorslure wie 112 ' 142 Fugt man sodann, nach Zusatz von PhenolphtdGn, zu der Flussigkeit so lange Kalilauge, bis Rothfirbung eingetreten ist , so hat sich K a HPO gebildet : KHa PO4 + KOH = K2HP04 + R e g . 2 KOH pa05 --Aus der verbrauchten Menge KOH lasst sich wie oben die Phosphorsaure bestimmen 2XOH P 2 0 5 112 . 142 Fiigt man nunmehr zu der Flussigkeit, so lange tropfenweise Salzsaure oder Schwefelsaure , bis die Rothfebung wieder eingetreten, so llsst sich, nach Zusatz von Ealilauge, aus der, zwischen ___.