𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Vollständige Naturgeschichte des Thierreichs. Zum Selbstunterricht für gebildete Freunde der Natur und zur Benutzung beim Schulunterricht, bearbeitet

✍ Scribed by Hornung


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1849
Tongue
English
Weight
253 KB
Volume
107
Category
Article
ISSN
0365-6233

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Vollstandige Naturgeschichte des Thierreichs. Zum Selbstunterricht fur gebildete Freunde der Natur und zur Benutzung beitn Schulunterricht, bearbeitet von A u g. L u b e n , Rector der Burgerschule zu Aschersleben uncl Mitglied mehrerer nalurwissenschaftlichen Gesellschaften. Itlit zahlreichen Abbildun en. Ister Band. Saugethiere. Alit zahlreichen Abbil2ung:n auf 138 Tafeln. Eilenbur Verlag von C. A. H. S c h r e i b e r . 1848. gr. 8. 9 % Seiten. Referent hat die Pflicht, uher die letzten 21 Ilcfte des ersten Bandes dieser rusgezeichneten Ratnrgeschicliie zu berichten, dcren ersle 6 Hefte er in1 34. Bande S. 6f3 dieser Zeitschrift angezeigt hat.

Bevor er jedoch mit der Aufziihlung der gelieferteii Abbildungen fortfiihrt, gestattct er sich nocli einige Worte aus dcr in dein letzten IIcfte enthaltcnen Vorrede aoszuzichen.

Uer Verf. stellt sic11 in dieser zwei Fragen, nirrilich: 1) wodurch untersclieidet sich dicse ncue Uearbcitung tlrtr Slugpthiere von den bereits vorhandenen'! und 2) frir wen ist sie Iiaupisiichlicli bestinwit? urn durch die Beantwortung dersel ben den Standpunct, von welcheni er bei Bearbcitung dieses M'erkes ausging, anzudeuten. Heb giebt hier nur einige wesentliehe Sitze aus dieser Beantwortung wieder.

Die vorhandenen Schriften iiber die Stiugethiere verbreiten sich entweder mit grdsster Vollstlndiglteit iiber die ganze Classe, oder sic bietcn nur einc Auswvahl dar. Die ersteren Iiahen meistentlieils einen C'mfiitig und einen Preis, der sie nur wenigen zugdnglicli niacht; sie sind fast nur fur Zoologen von Fach geschrieben und daher fiir Leute, die nicht gut natiirhistorisch vorgebildet sind, von geringem Nutzen, .besanders auch, da in ihnen der allgemeine 'fheil der Naturgeschichte selten die ndihige Beriiclcsichtigung findct. Die Schriften der zweiten Art beliandeln nur die nulfallentleren Fornien, so w i e Arten, die irgend ein hcsonderes Intercsse bicten, gewiihren also weder eine vollst5ndige I!cbersicht tler Classe, noch m c h e n sie es Iniiglich, dass Jeniand darnilch ein ilirn unbeknnnter Thier durch eigene Unter- snchung bestininien liann. Jede auch nur mittelniiissige Menagerie hietet gewdhnlich schon Siiugelhiere dar, iiber die man nicltls oder nur Cngeniigoiides in diesen Sclirifien findet. Der Verf. bemiiht sich, die Schattenseiten beider zu vermeiden. Sein Werk setzt nicht mehr als gesunden 3Ienschenverstand untl ciniges Interesse fiir die Natur voraus; der a l l g e m e i n e T h e i l i s t u m f a s s e n d e r b e a r b e i t e t , als in den meisten derartigen Werken, der b e s o n d e r e aher bietet k e i n e A u s w a h 1 dar, sondern uinfasst alle Siiugethier-Arlen, welche bis jelzt beltannt und yon Sachversthndigen genugend beschricben sind. Nichts hindert ein gliickliches Fortschreiten i n den Nalurwissenschaften mehr, aIs Biicher, die den Gegensland nicht urnfnssend behandeln. Der U'isshegierige sucht, uni ein ihni unbelranntes l h i e r zu ermitteln, oft Tage lang in solchen Biicliern uinher, oline Zuni Zicle zu gelangen, weil der Verf seines Werlces jenes nicht aufgenommen hat; der Sorglowre niacht in solchen Fallen weniger Crnstiinde ; hat er, vielleicht Zu 1)