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VIII. Die konduktometrische Titration von Alkaloiden und ihren Salzen

✍ Scribed by J. M. Kolthoff


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1920
Tongue
German
Weight
573 KB
Volume
112
Category
Article
ISSN
0372-7874

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✦ Synopsis


Alkaloide sind in1 allgemeinen sehr schwache Basen, die zudem schwer loslich sind. Daher kann man die gebundene Saure an einem Alkaloid gewohnlich leicht bestimmen durch eine Titration rnit Lauge auf Phenolphthalein. Wenn die waBrige Losung des Alkaloids alkalisch auf genannten Indikator reagiert , kann man im allgemeinen doch sein Ziel erreichen, indem man einen Uber-schuB an Spiritus zufugt oder das frei gewordene Alkaloid mit Chloroform aussohuttelt. Der Farbenumschlag wird dann aber vager, so daB der relative Fehler namentlich bei der Titration verdunnter Losungen ziemlich grol3 sein kann.

Freie Alkaloide kann man nach der Losung in ein wenig Spiritus gewohnlich mit Saure auf Methylrot oder Dimethylgelb titrieren; nur sehr schwache Alkaloide, wie Papaverin und Hydrastin kann man auf diese Weise nicht bestimnien.

Im allgemeinen ist der Farbeirumschlag, besonders durch Zufugung von Spiritus, nicht sehr deutlich, so daB der relative Fehler gerade wieder bei Titration kleiner Mengen Alkaloide ziemlich groB sein kann. Da es von praktischer Bedeutung ist, daB man kleine Mengen Alkaloide oder ihrer Salze bestimmen kann (u. a. bei toxicologischen Untersuchungen oder Wertbestimmungen), habe ich das Verhalten der wichtigsten Alkaloide bei der konduktometrjschen Y'itration untersucht.

Die Titration einer gebundenen Saure an einem Alkaloid kann man durch folgende Reaktion darstellen:

Bei einer konduktometrischen Titration bestinimt man also die Verdriingungslinie. Da die Beweglichkeit des Alkaloidions B vie1 geringer als die von Na., wird die Leitfahigkeit vom Beginn der Titration Konduktometrisclae Titration con Alkabiden zcnd ihren Salxen. VIII. 19 'i an zunehmen, rind nach der Erreichung des Bquivalenzpunkts vie1 st'arker steigern.

Wenn man eine Losung des freien Alkaloids rnit Saure titriert, so ist die Leitfahigkeit im Anfang praktisch Null, wahrend der Neutralisation steigert die Leitfahigkeit und nimmt, nachdem sie den Aquivalenzpunkt erreicht hat, wieder yiel starker zu.

Wenn man ein basisches Salz eines Alkaloides hat, das sich wie eine zweisaurige Base verhalt, wie Chinin, von dem die zweite Konstante-nicht zu klein ist, dann kann man hierin die gebundene Saure rnit Lauge, und den Alkaloidgehalt konduktometrisch mit Saure bes timmen.

Wie nun aus folgender Untersuchung hervorgeht, kann man die untersuchten Alkaloide und ihre Salze genau konduktometrisch bes t immen .


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IV. Die konduktometrische Bestimmung von
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## Abstract 1. Die konduktometrische Titration von Kohlensäure ergibt nicht sehr genaue Resultate. Die Knickpunkte bei Karbonat und Bikarbonat sind zu unscharf. Verbesserung kann durch Hinzufügung eines Überschusses an Calciumsalz gemacht werden. Man sol1 dem Calciumkarbonat aber während der Titrat