𝔖 Bobbio Scriptorium
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Verhalten von Hautoberflächenfett gegenüber Textilien sowie Wasch- und Lagerungseinflüssen

✍ Scribed by Oldenroth, O.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1964
Weight
992 KB
Volume
66
Category
Article
ISSN
0931-5985

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✦ Synopsis


T,'on 0. O l d e n r o t h

Atrs der T.l~uschereiforsc~iung Krefeld e. V .

Unterhemden aus den Faserstoffen Baumwolle, Polyamid, Polyester bzw. Polyacrylnitril wurden van mehreren Versuchspersonen jeweils 8 Tage, getragen. Die mogliche Auswaschbarkeit des in die Textilien gelangten Hautfettes wurde hei Waschtemperaturen van 300, 60° und 900C erprobl. Nach 5 Trageperioden ist die in den Unterhemden verbliebene Restfettme,nge ermittelt warden. Weiterhin wird iiber den EinfluB des Hautoherflachenfettes auf die Vergilbungserscheinungen durch Trage-, Belichtungs-und Lagerungseinfliisse berichtel.

Behaviour of Skin Surface Fat towards Textile Goods and Influence of Washing-and Storage Conditions

Vests made of fibres like cotton, polyamide, polyester and polyacrylonitrile were worn by persons undergoing tests in each case for 8 days. The washability of skin Cat from the textiles was investigated at different temperatures 30°, 600 and 90°C, of washing, After five periods of wearing, the amount of rest fat remaining in the vests, was determined. Furthermore, the action of skin surface fat on the yellowing phenomena, caused by wearing, light and storage, has been investigated.

Bereits in melireren Abhandlungen

1-3 wurde uber die Aufnahme von Hautoberflachenf ett und das Verbleiben von Restfett in Geweben nach Waschbehandlungen berichtet. Bei Geweben aus Baumwolle, Polyamid und Polyester wurde erkannt, dai3 von dem eingebrachten Hautfett nach Waschbehandlungen in dem Baumwollgewebe noch hohe Resthautfettmengen verbleiben, wahrend das Hautfett aus Textilien auf Polyamid-und Polyester-Basis weitgehend auswaschbar ist. Zu gleichen Aussagen gelangten R. E. W a g y und E. J . Britt4, die die Auswaschbarkeit der mit radioaktiven Isotopen markierten Fette aus verschiedenartigen Textilmaterialien bearbeitet haben. Weiterhin berichtet E. Zeidler 5 , dai3 Hautfett aus Synthesefasern leicht auswaschbar ist, wahrend in der Baumwollfaser bemerkenswerte Restfettmengen verbleiben. In friiheren Abhandlungen wurde bereits ausgesprochen, dai3 die Polyamid-und Polyesterfasern keine lipophilen Eigenschaften erkennen lassen. Dieses wurde in spateren Veroff entlichungen 4, bestatigt und sol1 in den nachfolgenden Ausfuhrungen weiterhin belegt werden. Trotzdem wurden unverstandlicherweise in Publikationen jiingster Zeit noch Hinweise gegeben, dai3 Synthesefasern bemerkenswert lipophil sein sollen. 1. A u f g a b e n s t e l l u n g Handelte es sich bei den Ergebnissen vorgenannter Untersuchungen um Laboratoriumsarbeiten, so sollte nunmehr im Verlaufe umfangreicher Trageversuche die Aufnahme von Hautoberflachenfett sowie die nach Waschbehandlungen in den Geweben verbleibenden Restfettmengen bestimmt werden. Weiterhin wurden die bei diesen Arbeiten anfallenden Hautfette durch Dunnschicht-' ' . Erweiterte Fassung der Vortrage, die anlaBlich der DGF-