Vergleichende Untersuchungen über den Einfluß bivalenter Kationen auf die Atmung der Normalform, der Penicillin-Sphäroplasten und der stabilen L-Form von Proteus mirabilis
✍ Scribed by Fritz Zickler
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2007
- Tongue
- English
- Weight
- 952 KB
- Volume
- 5
- Category
- Article
- ISSN
- 0233-111X
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✦ Synopsis
E i i t Zeit z( rig
Unter PenicillincinfluI$ bilclet Ptofeus mirabitis in fliissigem Medium Spharoplasten (BRESSER ct al.. 1958). die zu betrachtlicher GroBe heranwachsen konnea, sich aber nicht zu \ erniehren rerniogen. Auf geeigneten festeii, penicillinhaltigen Nahrboden kann es dagegeii zur Entstehung atypischer Kolonien kommen, die als L-Tgp-Kolonien. bzn.. L-Form. bezeichnet werden. Derartige L-Formen lassen sich beliebig veriiiehreii unci an Flussigkeitskultur adaptieren. Spharoplasten revertieren nach Ausschalten des Penicillins zur Normalform. L-Formen lassen sich dagegen stabilisieren, so da13 sie auch ohne Penicillin weitergeziichtet uerden konnen, ohne daB es dabei zu einem Zuriickschlagen i n die Normalform kommt. Die stabile L-Form ist dadurch charakterisiert, daB ihre Vermehrungsweise nicht niehr der normalen Zmeiteilung entspricht (ubersichten bei KANDLER u. KAXDLER, 1960. NERJITT. 1960. TATBESECK, 1962).
Der Hauptunterschied zwischen Sormalfornien, SphBroplasten und stabilen L-Formen von P. nzirahi1i.s liegt in der Art ihrer Zellbegrenzung. Wahrend Normalformen uiid Spliaroplasteii von Bakteriophagcii niit der gleichen Latenzzeit lysiert werden (BOHJIE u. T A ~B E S E C K .
1938). zeigen die entsprechenden stabilen L-Formen ausgepragte Phagenresistenz (TAL-EESECK et al. 1958, TAUBENECK 1961). Die Normalfornien und Spharoplasteii besitzen relativ groBe Mengen DAP, u ahrend in den nieisten stabilen L-Former, lediglich Spuren zu findcn sind (MOR-RISON u. WEIBULL 1962). Blles das cleutet darauf hin, daB die normale Zellwand von P. mirabilis bei den Penicillin-Xpharoplasten noch weitgehend erhalten ist und eirie Reihe von Funktionen noch erfullen kann, wiihrend bei den stabilen 1,-Formen der Verlust an Zelln-anclsubstariz vie1 weiter gegangen sein mull. Die DAP ist ein charakteristischer Baustein tler Muropeptidschicht. Zumindest diese Schicht mu0 den L-Fornicn fehlen. Oh auch aiidere Elemente cler Zellwand, wie Lipopolysaccharide und Lipoproteine in den stabilen L-Formen fehlen, ist Fisher nicht nachgewiesen. aber stlir \vahrbcheinlich.
\Tie wirlct sich diescr Verlust an Zelln-andbausteinen auf die physiologischen Leistungen dieser Fornien aus ? Penicillin-Spharoplasten und stabile L-Form gleiclicn in ihren physiologischen Leistungen weitgehend ihrer Ausgangsform (KAKDLEE et al., 1936, TERRASOVA et al.. 1960). Es wurde bei der stabilen L-Form eiii Atinungsabfall beobachtet, sowie cine Zunahme der Glykolyse