Vergleichende Untersuchungen zur Kalium-Exkretion der Nieren verschiedener Haussäugetiere
✍ Scribed by Günther Vogel
- Publisher
- Springer
- Year
- 1959
- Tongue
- English
- Weight
- 271 KB
- Volume
- 269
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Wird die Inulin-Clearance als Maß der glomerulären Filtrationsrate (GFt~) angesehen, dann muß bei den meisten Tieren und beim Menschen längs des Nephron die Resorption von K überwiegen, denn die Kalium-Clearance ist im allgemeinen kleiner als die für Inulin. Von vornherein ist zu erwarten, daß in Abhängigkeit von alimentären Besonderheiten die Kalinmausscheidung bei Pflanzenfressern größer ist als bei Fleisch-oder Allesfressern; die Kalinm-Clearance übersteigt jedoch auch bei Pflanzenfressern normalerweise nicht den Wert der GFR.
Eigene Befunde am Pferd s deuteten darauf hin, daß bei besonderen alimentären Belastungen Kalium auch unter Zuhiffenahme zusätzlicher tnbulärer Sekretion ausgeschieden werden kann. Unter bestimmten experimentellen Bedingungen gelingt es sogar an der Amphibienniere, eine Sekretion von Kalium zu erzwingen, obwohl die starken Elektrolyte Natrium und Kalium normalerweise bis auf einen geringen l~est aus dem Filtrat rüekresorbiert werden 1~.
Diese Befunde deuten auf eine erhebliche l~egulationshreite der Tubulus-Epithelien hin. Man kann die Niere durch Kalinmbelastnngen so ,trainieren", daß eine Sekretion von Kalium entweder in Gang gesetzt oder eine vorhar~dene gesteigert wirdl-a,7, l°.
Die meisten Itaussäugetiere sind entweder reine Pflanzenfresser oder nehmen (Schwein) vorwiegend pflanzliche Nahrung auf, die alimentäre Kalinmzufuhr ist also erheblich. Mithin ist bei diesen speeies zu erwarten, daß auch ohne besonderes ,Training" (mehrfache, sieh steigerr~de Kaliumbelastung) eine einmalige Kaliumbelastung zu einer renalen Ausscheidung dieses Ions durch Sekretion führt. Entsprechend diesen Überlegungen wurden an folgenden Hanssäugetieren Kaliumbelastungen durchgeführt : l~ind, Schaf, Pferd und Schwein.
Methodik
Die Versuche w u r d e n a n 11 t~indern, 6 Schafen, 8 P f e r d e n u n d 6 Schweinen vorgenommen. Wir verwendeten wegen der Notwendigkeit, den Harn durch Blasenkatheterismus zu gewinnen, nur weibliche Tiere. Die einzelnen Itarnsammelperioden betrugen 10--20min, die Kalium-Zufuhr wurde 40--60min durchgeführt.
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