Vergleichende Untersuchungen von Okzipital- und Lumballiquor bei 238 Syphilitikern zur Prüfung auf gleichwertige diagnostische Brauchbarkeit von Okzipitalpunktion (OP.) und Lumbalpunktion (LP.) für die Liquorüberwachung
✍ Scribed by Hans Dickel
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1950
- Tongue
- English
- Weight
- 827 KB
- Volume
- 192
- Category
- Article
- ISSN
- 0340-3696
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✦ Synopsis
1947 berichtete KLIMK~ fiber die diagnostische Problemstellung bei Dissozi~tion des lumbulen und suboccipit~len Liquors bei orgunischen E r k r ~n k u n g e n des Zentra]nervensystems (ZNS). Fiir die Nervenk r a n k h e i t e n nichtluischer Genese ist in dieser F r a g e die Neurologie ~llein zustiindig. Den Syphilidologen interessieren an erster Stelle im R a h m e n seiner p r o p h y l a k t i s c h e n Aufg~ben (Liquoriiberwachung zur Friiherfassung der Neurolues) die Liquorwerte, welehe ffir die Diagnose der Neurolues, vor allem der beginnenden, ausreiehen.
So berfihrt es auch durch~us unsere di~gnostisehen Bel~nge, wenn KLrMK~ seine Mitteilung mit folgenden W o r t e n schliel]t: ,,Wir kSnnen ffir uns in der Neurologie-und Venerologie nut den p r a k t i s c h e n Schlul~ ziehen, d ~ ein neg~tiver Ausfall bei den U n t e r s u e h u n g e n des OP.-Liquors noch nicht beweisend ist und dai~ der sichere Beweis erst durch den L P . -L i q u o r erbracht werden k a n n . "
Die Veranlassung zu ohigem Schlul3 war ffir KLIMXE eine Dissoziation zwischen OP.-und LP.-Liqnor, die er auch ,,getegentlich bei Tabes dors. erlebte: lumb~l ein eindeu~iger Befund und suboccipital normaler Liquor".
Da K. weiter bemerkt, d~] er hezfiglich einer Diskrepanz der serologischen l~eaktionen (Wa.R. usw.) im Liquor keine eigenen Erfahrungen habe, kann es sich bei seinen Tabesfillen um lumb~le Liquores gehandelt haben, die nach ihren Befunden bezfiglich der Eiweil3werte, Kolloidkurven usw. gut. in die offenbar doch schon klinisch und ~namnestisch gosicherte Diagnose paBten, unter Beriicksichtigung der Tatsache, dal~ in gewissen Fiillen yon Tabes die Wa.R. im Liquor selbst bei 1,2 negativ sein kann. Man br~ucht aber nur an eine symptomenarme Tabes zu denken, bei der im Zeitpunk~ der Untersuchung die Luesreaktionen im Blur wie im Liquor nega~iv sind und auch der Patient yon seiner friiheren Infektion nichts verr~t. In den fibrigen Liquorverinderungen, gleich weleher Art, isb kein ,,eindeutiger Befund" ffir eine Syphilis des Z]NS zu sehen. Bekanntlich kSnnen sich j~ i~hnliche Eiwei~werte, Kolloidkurven ~rsw. wie bei Syphilis ~es ZNS auch bei anderen neurologischen Erkrankungen finden ...... Es bleiben die Befunde KLI~KnS ffir die Liquorforsehung .bemerkensweft. W i r k6nnen in ihnen ~ber keine ausreichende Begrfindung ffir so