Vergleichende klinische Untersuchungen mit psychologischen Tests
β Scribed by Schlance, Hildburg
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1960
- Weight
- 739 KB
- Volume
- 84
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2917
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β¦ Synopsis
Untersuehungen mit dem Elektrencephalographen (EEG) haben gozeigt, dab organische Hirnschadigungen bei Kindern, die Abweiehungen vom altersgemiiBen Verhalten aufweisen, auch dann differentialdiagnostiseh erwogen werden mfissen, wenn anamnestische Erhebungen und das Fehlen krankhafter kSrperlieher Befunde auf die Psyehogenese der St6rungen hinzuweisen scheincn (SAUVAGE; MILLERET und Mitarbeiter; L~s~i: und Mitarbeiter u. a.).
Wir haben es uns in unserer Klinik aus diesem Grunde seit einem Jahr zur Regel gemacht, yon jedem uns wegen StSrungen seines Verhaltens vorgestellten X.inde ein Elektreneephalogramm anzufertigen, aueh dann, wenn sich kein Hinweis auf eine organisehe Hirnschi~digung aus der Anamnese oder dem klinischen Befund ergibt. Dabei stellten sich bei den fiir diese Mitteilung untersuchten Kindern in 41 yon 105 elektreneephMographisch untersuehten Fallen Veranderungen dar, die ffir eine gesteigerte cerebrale Krampfbereitsehaft sprachen; das hell't, dal3 bei 39% dieser Ki~der, die uns wegen Schul-und Erziehungsschwierigkei~en, Sprach-st6rungen, Enuresis, Enkopresis, Ties, Payor nocturnus usw. vorgestellt wurden, auBer einer heflpadagogischen auch die antikonvulsive Behandlung in Erw~gung gezogen werden mul~te. 55 der 105 Kinder, also 52%, wiesen elektreneephalographische Veri~nderungen im Sinne einer cerebralen Vasolabilitgt auf, bei ihnen bestanden auch klinisehe Hinweise auf eine vegetative Dysregulation 1.
Es schien uns ntm yon Interesse, die Auswertungsergebnisse einiger psyehologiseher Tests yon cerebral geschiidigten Kindern mit denen 1 Herrn Dr. H. I~ADTKS YOn der Universitgts-Nervenklinik G6ttingen m6chten wir an dieser Stelle ffir die Auswer~ung der EEG danken. Z. Kinderheilk., Bd. 8~ 29
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