Vergleich unterschiedlicher Methoden bei der sauren Hydrolyse von Futtermitteln für die säulenchromatographische und mikrobiologische Aminosäurenanalyse
✍ Scribed by Kreienbring, F. ;Meinl, M. ;Wünsche, J.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1972
- Tongue
- English
- Weight
- 591 KB
- Volume
- 16
- Category
- Article
- ISSN
- 0027-769X
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✦ Synopsis
germilch und Gerste saulenchromatographisch und mikrobiologisch auf ihren Gehalt an 15 bzw. 10 Aminosauren untersucht. Dabei werden die Ergebnisse der konventionellen 24 h-Hydrolyse unter RiickfluB mit einem Protein: HC1-Verhaltnis von ca. I : I ooo rnit der im Institut fiblichen Kurzzeit-Druckhydrolyse verglichen, fiir die die Hydrolyse bei einem sehr engen Protein: HCI-Verhaltnis von ca. I : 70 wahrend 2 h bei 3 at (135 "C) in Wasserdampfatmosphare durchgefiihrt wird. Es zeigt sich, daB zwischen beiden Hydrolysenmethoden nach beiden Bestimmungsverfahren nur geringfugige Differenzen hinsichtlich der Aminosaurenzusammensetzung des Futtermittels bestehen. GroBere Unterschiede (10-25%) treten nur beim ernahrungsphysiologisch nicht sehr wichtigen Tyrosin auf, so daB das Kurzzeit-Druckhydrolysenverfahren fiir die Anforderungen serienmaDiger Futtermitteluntersuchungen gut anwendbar ist. Bei der Gerste rnit ihrem geringen Protein-und hohen Kohlenhydratgehalt (N-freie Extraktstoffe + Rohfaser) sind neben dem Tyrosinverlust von 50% auch etwas verringerte Werte fur Lysin nnd Arginin zu verzeichnen. Wird die Druckhydrolyse unter gleichen Bedingungen bei der Gerste rnit erhohter Salzsauremenge (Protein: HC1 = ca. I : 400) ausgefiihrt, erreichen Lysin und Arginin voll vergleichbare Werte, und der Tyrosinverlust wird herabgesetzt.
Unter den Bedingungen einer qstiindigen Hydrolyse bei 2 a t (IZI "C) ist die Proteinspaltung gegeniiber den anderen Hydrolysenmethoden vermindert.
Einleitung und Problemstellung
In den letzten fiinf Jahren hat sich in der chemischen Aminosaurenanalytik in starkem MaBe das Verfahren der beschleunigten Aminosaurenanalyse durchgesetzt. Dadurch tritt fur eine Reihe von Untersuchungen heute das Problem der Hydrolyse des Untersuchungsmaterials in den Vordergrund, da der manuelle Aufwand zur Anfertigung eines einsetzbaren Hydrolysats recht hoch ist. Grundsatzlich trifft das aber nur fur Serienanalysen von Materialien wie Futtermittel und ahnliche Substanzen rnit hohem Gehalt an anderen Inhaltsstoffen zu, weil man aus Grunden einer guten Durchschnittsprobe bei diesen Substanzen er-