𝔖 Bobbio Scriptorium
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Vergasung und Pyrolyse von organischen Materialien in einer intern zirkulierenden Wirbelschicht

✍ Scribed by Univ.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. H. Hofbauer; Dipl.-Ing. H. Koboltschnig


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1995
Tongue
German
Weight
123 KB
Volume
67
Category
Article
ISSN
0009-286X

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✦ Synopsis


Chemie lngenieur Techntk 9 I 9 5 I W i r b e l s c h i c h t t e c h n i k I 1095 phon, wurde der ProzeR im Labormanstab durchgefuhrt. Der be-stimmungsgemal3e Betrieb der Anlage lie8 sich durch die unterschiedliche Farbung des Katalysators in den beiden Teilreaktoren anschaulich belegen, und m a r war der Katalysator aus dem Regenerator olivgriin, wahrend der aus dem Riser stammende eine braune Farbung aufwies. Das unterschiedliche Aussehen riihrte von abweichenden Oxidationszustanden der Katalysatoroberflache her. Es wurden Ausbeuten von maximal 27 Mol-% bei Selektivitaten zwischen 48 und 89 Mol-% erreicht. Im Rahmen der Modellierung des Prozesses wurde fur die Oxidation des n-Butans im Riser ein Ansatz erster Ordnung bezuglich der Butankonzentration und der Katalysatorsauerstoffbeladung auf der Grundlage von Pulsversuchen der Karlsruher Arbeitsgruppe abgeleitet. Die Beschreibung der Katalysatorreoxidation gelang durch Verallgemeinerung des experimentell ermittelten Verlaufes der Sauerstoffbeladung in Abhangigkeit von der Reoxidationsdauer. Stromungsmechanisch wurde ein Ruhrkesselverhalten des Feststoffs in den Teilreaktoren der Versuchsanlage vorausgesetzt, wahrend gasseitig Kolbenstromung angenommen wurde. Mit Hilfe des Modells wurden die noch unbekannten kmetischen Parameter ermittelt, die in die nachfolgende Abschatzung des Betriebsverhaltens einer technischen Anlage einflossen. Die Auslegungsrechnungen ergaben eine annahernd doppelte MSA-Syntheseleistung pro Masseneinheit Katalysator im Vergleich zum konventionellen Prozen. Die Ergebnisse deuten auf eine Limitierung des Prozesses durch die Zufuhr an Reaktionssauerstoff hin. Die erforderlichen hohen Umlaufraten des Feststoffes stellen erhebliche Anforderungen an die Abriebfestigkeit des Katalysators. Beim gegenwartigen Stand der Katalysatorenhvicklung ist unsicher, ob der envartete Selektivitatsgewinn nicht moglicherweise durch erhohte Katalysatorkosten aufgrund des Abriebs kompensiert wird.


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