Verfahrenstechnische Probleme bei der Automation von Anlagen
✍ Scribed by Prof. Dr.-Ing. H. Lüder
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1962
- Tongue
- German
- Weight
- 789 KB
- Volume
- 34
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
Die Automatisierung verfahrenstechnischer Anlagen beruht auf der Konstanthaltung aller BetriebsgroOen. Die neuen, automatisch orbeitenden Rechner bieten die Moglichkeit, sofort ubergeordnete KenngroOen des Betriebes zu berechnen und anzuzeigen. Die Betriebsleitung k a n n daher solche FuhrungsgroOen benutzen und muO diese konstant oder optimal halten. Hierzu mussen die direkten BetriebsgroOen variabel gefuhrt werden. Die Automatisierung auch dieses Vorganges wird Automation genannt. lhre Durchfuhrbarkeit erfordert eine ausfuhrliche Theorie der Verfahren, deren Art und Umfang a m Beispiel der Herstellung von Polymerbenzin (Tripropylen) gezeigt wird.
Die Autornatisierung
In ihren GroDverfahren hat die Verfahrenstechnik einen Stand erreicht, der die Arbeitsmethoden und Vorstellungen des Laboratoriums und des Kleinbetriebes verlassen hat. Der Betriebsablauf wird automatisch durch eine Fulle von MeDinstrumenten und Reglern uberwacht, und Abweichungen von den vorgegebenen BetriebsgroDen werden automatisch korrigiert. In einem solchen Betrieb werden Menschen nur noch in sehr geringem MaB benotigt, z. B. um auf Schaden der Anlage zu achten und um die Betriebssicherheit zu gewahrleisten. Technisch und wirtschaftlich ist damit ein Stand dieser Technik erreicht. der annahernd als ,,vollendet" bezeichnet werden kann. Es besteht also eigentlich kein dringender AnlaR, hier etwas andern zu wollen. Trotzdem findet man in der wissenschaftlichen Literatur eine Fulle von Hinweisen und Berichten, die sich fur ein neuartiges Prinzip der Automatisierung aussprechen. Viele dieser Quellen zeichnen sich durch einen gewissen Wortreichtum aus und sind inhaltlich nicht sehr ergiebig. Es scheint daher angebracht, die Grundgedanken dieser Neuerungen herauszustellen, um ein Urteil iiber eine vielleicht kommende, neue Moglichkeit in der Verfahrenstechnik zu gewinnen. folgende Reaktion eine entscheidend wichtige GroBe ist, wird sie automatisch geregelt, vgl. Abb. 1. Es wird laufend die Ausgangstemperatur T , des W;irmeaustauschers gemessen und im Regler R mit dem vorgegebenen Sollwert der Betriebstemperatur automatisch verglichen. Die Abweichung von diesem Wert wirkt als Regelimpuls auf die Einstellung s eines Ventiles in der Zuleitung fur den Ileizdampf. Durch Luftdruck wird der Kegel eines Membranventiles relativ zu seinem Sitz verschoben und damit der benutzte Heizdampf nach Menge und Druck verandert. Abweichungen von T , kdnnen auf mehrfache Weise ent-
Vortragsheft J ah r e sf r e f f e n 1 961 d e r Ve r f a h r e n s -1 n g en i e u r e Zum 8. Jahrestreffen der Verfahrens-lngenieure hatte die Verfahrenstechnische Gesellschaft im VDI nach Wien eingeladen. Etwa 1000 Teilnehrner aus dem In-und Ausland hatten sich zu dieser Tagung angemeldet, die vom 1. bis 4. Oktober 1961 stattfand. Es war zugleich die 33. Veranstaltung der Europiiischen Foderation fur Chemie-lngenieur-Wesen. Das Treffen vereinte Verfahrens-lngenieure ' ) Vortrag beim Jahrestreffen der Verfahrens-lngenieure, 1 bis 4. Oktober 1961 in Wien.
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