Verfahrensentwicklung und Modellierung eines modifizierten Elektrodialyse-Prozesses zur Milchsäure-Aufbereitung
✍ Scribed by Dr.-Ing. Dirk Rehmann; Dipl.-Ing. Michael Heyde; Dipl.-Ing. Wolfgang Holley; Prof. Dr.-Ing. Werner Bauer
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1992
- Tongue
- German
- Weight
- 344 KB
- Volume
- 64
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-286X
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✦ Synopsis
schaften des Feststoffes zu verbessern und zum anderen den Druckverlust bei der Durchstromung des Feststoffgeriistes zu erhohen. Die Gassperrstrecke (Dmr. 40mm, Lange 20 bis 600 mm) dichtet wie beim Eintrag den ProzeBdruck gegenuber der Umgebung ab. Der kompaktierte Feststoffpfropfen in der Gassperre sollte eine geringe Porositat aufweisen, um den Druckverlust zu erhiihen und urn die Losungsmittel-bzw. Bindemittelverluste zu senken. In den Hohlraumen verbleibendes Fluid wird zwangsweise mit dem Feststoffstrom ausgeschleust und muB unter Umstanden dem ProzeR wiederum zugefuhrt werden. In Abb. 5 sind gemessene Druckprofile fur extrahiertes Rapsschrot, das im Behalter vorgelegt wurde, bei verschiedenen Fluiddriicken aufgetragen. Deutlich zu erkennen ist die Abflachung der Druckprofile rnit steigendem Behalterdruck, da sich die Forderung des Feststoffes zunehmend von der Schneckenmaschine auf den Fluiddifferenzdruck verlagert . Geringere Kompaktierung des Feststoffes und somit erhohte Porositaten E sind die Folge. Die zwingende Notwendigkeit der Druckregelung im Feststoffstrang wird durch Abb. 5 veranschaulicht. Pfropfenablosung und Kanalbildung kann somit wirkungsvoll unterbunden werden. Die rnit der Quecksilber-Porosimetrie ermittelten Porositaten E und Kapillardurchmesser d K liegen je nach Differenzdruck und Material zwischen 0,15 5 E 5 0,4 und 20 pm I dK 5 60 pm. Sie tendieren zu hoheren Werten als beim kontinuierlichen Eintrag. Der spezifische Energiebedarf nimmt je nach Art des Rapsschrotes und Einstellung der Druckregelung von z.B. 250 kJ/kg bei Umgebungsdruck auf ca. 130 kJ/kg bei 45 bar C02-Druck ab. 5 Ausblick Ziel weiterer Untersuchungen ist der energetisch giinstige Ein-und Austrag von Feststoffen. Es wird eine schonende Kompaktierung angestrebt, die die Desagglomerierung im Druckraum erleichtert und den Energiebedarf sowie den VerschleiB der Maschinen verringert. In einem separaten Versuchsstand werden bereits die Wechselwirkungen von Feststoff und Fluid naher untersucht. Die Gestaltung der Gassperren kann somit auf experimentelle Daten gestiitzt werden. $ 1 extr: Rapsschrot peeh. + 1 bar o 23 bar 0 45 bar + 50 z Lange 0 Abb. 5. stoffaustrag von Rapsschrot als Funktion des Behalterdruckes. Gemessenes Druckprofil beim kontinuierlichen Fest-Ein wesentlicher Teil dieses Gesamtvorhabens wurde uber die GVT (Gesellschaft fur Verfahrenstechnik) im Rahmen eines AIF-Vorhabens gefordert. Dafur sei an dieser Stelle gedankt.