Valenzkraftmodell und Dissoziation mehratomiger Molekeln
✍ Scribed by M. Wehrli; G. Milazzo
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1943
- Tongue
- German
- Weight
- 596 KB
- Volume
- 26
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Nachdruck verboten -Tous droits reserves. -Printed in Switzerland.
-102. Valenzkraftmodell und Dissoziation mehratomiger Molekeln von M. Wehrli und G. Milazzo. (9. IV. 43.) Ausgehend vom Valenzkraftmodell wird der Unterschied zwischen den Bindungsenergien 6 der einzelnen Bindungen und den beobachteten DissoziationsenergienD besonders bei dreiatomigen Molekeln naher untersucht. Die betrachtlichen Differenzen werden durch Elektronenumlagerungen wahrend oder nach der Dissoziation erklart. Dabei wandern die Elektronen aus den getrennten Bindungen in die verbleibenden benachbarten Bindungen hinein, die dadurch gelockert oder verfestigt werden. Umgekehrte Wanderungen, die meistens von Energieverschiebungen begleitet sind, finden bei der Entstehung von Bindungen statt. Bei der Bildung der Wasserstoffbrucke wandert ein Elektron ganz oder teilweise in die entstehende H----O-Briicke hinein. Der spektroskopische Befund beweist, dass dieses Elektron aus der Bindung der benachbarten OH-Gruppe stammt. Es werden die Bedingungen, bei denen die elastischen Bonstanten und die dazugehorige Bindungsenergie 6 einer Bindung auf andere Bindungen ubertragen werden diirfen, diskutiert und bei einer Reihe von dreiatomigen Molekeln erfiillt gefunden. Die Untersuchung der Fluoreszenzspektren der Molekeln HgClBr und HgBrJ ergibt fur die DissDziationsenergien die Werte 69,6 und 63,5 kcal/Mol, falls bei HgClBr das Br-, bei HgBrJ das J-Atom abdissoziiert.