V-Osteotomie bei Cubitus varus nach supracondylären Oberarmbrüchen bei Kindern
✍ Scribed by Erich Jonasch
- Publisher
- Springer
- Year
- 1957
- Tongue
- English
- Weight
- 315 KB
- Volume
- 48
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Zu den h~ufigsten Briichen ira Kindesalter, die schlechte Behandlungsergebnisse zeigen, gehSren die suprakondyl~ren Oberarmbriiche. Die schlimmsten tiblen Folgen dieser Bruchart sind:
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Die iseh~misehe Kontraktur infolge mangelhafter Einrichtung und schniirender Verb~nde und ausnahmsweise durch prim~ire Verletzung yon IXerver~ und Gef~en (s. BSnLER, Technik der Knochenbruchbehandlung, Abb. 834).
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Feh1stellung, die nieht beseitigt wurde.
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Fehlstellung dutch ungeniigende Ruhigstellung naeh guter Einrichtung und 4. Band-und Muskelverkn5cherungen im Ellbogenbereich, mit nachfolgender Bewegungseinsehr~tnkung, wie wir sie nach der Heilung des Bruches dutch Massage und fremdt~Ltige gewaltsame Bewegungsiibungen sehen (s. B6HLE~, Technik der Knochenbruchbehandlung, Abb. 61--64).
Die h~nfigste Fehlstellung, die nach oinem suprakondyl~ren Oberarmbruch zuriiekbleibt, ist die Varusstellung, die eine h~$liche Entstellung des Kindes ergibt und oft auch die Leistungsf~higkeit des Armes herabsetzt, w~hrend die Valgnsstellung selten ist.
Diese Art. der Fehlstellung wurde lange Zeit hindureh als nnvermeidliehe Unfallfolge angesehen, da man eine Sch~digung der Wachstumsfuge nach den gelenknahen Briichen annahm. KocnE~ and sp/iter BAVMA~ haben jedoch naehgewiesen, dab eiuzig und allein die Ursaehe der Varusstellung die schleehte Einrichtung der Bruchstiicke ist.
Ist doeh sonst der kindliche Knochen weitgehend imstande, z. B. Achsenknickungen am distalen Vorderarm his fiber 20 o auszugleichen, so scheint er bier ira Ellbogenbereich bei Achsenknickungen im Sinne des Varus oder Valgus iiberhaupt zu keinem Ausgleich zu neigen. Andererseits wurde im Laufe des weiteren L/ingenwachstums eine Verschlimmerung an der bestehenden Fehlstellung im Ellbogenbereich niemals beobachtet.
Um den Grad der Fehlstellung zu erkennen, machen wir je nach GrSfte des Kindes R6n~genaufnahmen der GrSl~e 12 × 30 oder 15 X 40 em und zwar so, daft der Oberarm nach auften gedreht und der Vorderarm yell supinier~ finch auf dem Tisch ]iegt. Dabei ist der Ellbogen gestreckt. Die Einstellung des Zentralstrahles erfolgt senkrecht auf das Ellbogengelenk (Abb. 1).