Untersuchungen über tectale und retinale Potentiale bei Teleosteern nach Belichtung eines Auges
✍ Scribed by Jost Schulze
- Publisher
- Springer
- Year
- 1961
- Tongue
- English
- Weight
- 596 KB
- Volume
- 273
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Durch zahlreiche Untersuchungen unter Anwendung yon Dressurmethoden ist ffir viele ~ische eine hervorragende optische Wahrnehmungsfiihigkeit nachgewiesen (zusammenfassende Darstellung bei H~T~). Die morphologischen Verh~ltnisse der prim/~ren Sehbah~ unterscheiden sich jedoch bei den ~isehen gegeniiber den Sgugern in vieler Iiinsicht grundsiitzlich. Der l~asciculus opticus zeigt bei den l~isehen eine totale Kreuzung trod strahlt mit der iiberwiegenden 1Y[ehrzahl seiner l~asern unmittelbar in das Tectum opticum (hiesencephalon) ein. Die m~chtige Entwicklung des Neop~lliums, das bei den Situgern das Mittelhirn in die Tiefe dr~ngt, fehlt bei den Fischen noch. Das Tectum opticum erscheint in seiner ~unktion als Endstelle des l~asciculus opticus noch weitgehend autonom. Die Existenz eines sekundi~ren Sehzentrums ist nicht bekannt, jedenfalls hat weder eine ZerstSrung des Vorderhirns noeh des Kleinhirns einen erkennbaren Einflull auf optische Dressurleistungen (NoL¢~; JANZEN; DISKG:gAA~}, MSglichkeiten einer zusatzlJchen auBeroptischen Lichtperzeption bei Fischen (Kvg~) sind in diesem Zusammenhang nicht zu diskutieren. Zwar besitzen schon viele Teleosteer ein als corpus geniculatum bezeichnetes Kerngebiet (S~RoE~; IKAPP~,~S), aber in dieses zieht nur ein relativ geringer Tell der Opticusfasern. Uber seine funktionelle Bedeutung liegen noch keine Angaben vor. Unter Berficksichtigung dieser Situation sollte daher nach einer kurzen 0rientierung fiber die spontane ele~trische Aktivitiit an der freigelegten Hirnoberfl~che der Knochenfische die Ausbildung des ausgetgsten Potentials im Tectum opticum bei Lichtreizung des Auges untersucht und die zeitlichen Vertdiltnisse mit den yon Situgern und anderen Wirbeltieren bekannten Werten verglichen werden. Es sollte weiterhin versucht werden, durch synchrone Ableitung von Elelctroretinogramm tend Tectumlaotential Einblick in die funktionellen Zusammenh/inge zu gewinnen.