Untersuchungen über Stilbene. III. Mitt.. Die Darstellung von N-Dialkyl-4-aminostilbenen mit ungleichen Substituenten
✍ Scribed by Drefahl, Günther ;Ulbricht, Joachim
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1956
- Weight
- 687 KB
- Volume
- 598
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
D r e f a h l und U l b r i c h t Untersuchungen uber Stilbene. 111. Mitt.*) Die Darstellung von N-Dialkyl-4-aminostilbenen mit ungleichen Substituenten Von Giinther Drefahl und Joachirn Ulbricht Die 4-Dialkylaminostilbene, besonders das 4-Dimethylaminostilben, zeigen carcinogene und carcigenolytische Wirkungl). Ihre Darstellung erfolgt im allgemeinen durch Umsetzung von Dialkylrtrninobenzaldehyden mit Benzylmagnesiumhalogeniden und an-schlieBende Wasserabspaltung aus den erhaltenen Carbinolen2). Da sich Dialkylaminobenzaldehyde mit zwei gleichen Alkylresten leicht gewinnen lessen, sind nur Dialkylaminostilbene mit gleichen N-Substituenten am sonst unsubstituierten Stilben-System beschrieben worden. Zur Erweiterung des Konstitutionsproblems cancerogener Verbindungen erschien es nutzlich, such unsymmetrische N-Substitutionsderivate des 4-Aminostilbens darzustellen.
Um die Synthese verschiedenartig substituierter Dialkylaminobenzaldehyde zu vermeiden, wurde das 4-Aminostilben in zwei Schritten N-alkyliert. Das als Ausgangsmaterial dienende 4-Aminostilben wurde durch partielle katalytische Hydrierung des 4-Nitrostilbens gewonnen. Nach Aufnahme von 3 Molen Wasserstoff zeigt die Hydrierkurve eine deutliohe Unstetigkeit, da die Reduktion der Kthylendoppelbindung mit bedeutend geringerer Geschwindigkeit als die der Nitrogruppe erfolgt. Unterbricht man die Hydrierung an dieser Stelle, so erhalt man das 4-Aminostilben in 82-proc. Ausbeute. Im Gegensatz hierzu verliiuft die Hydrierung von 2-und 3-Nitrostilben vollkommen stetig3).
Die direkte Reaktion des 4-Aminostilbens mit Alkylhalogeniden fuhrte erwartungsgemao zu Gemischen von sekundiiren und tertigren Aminen. Lediglich beim Einwirken von Dialkylaminoiithylchloriden konnten einheitliche sekundiire Amine gewonnen werden. Auf diese Art wurden das N-Dimethylaminoathyl-4aminostilben und das N-Diathylaminoath yl-4-aminostilben erhalten. Letztere Verbindung wurde als Monohydrochlorid bereits von G. Benoit und D. Marinopoulos3) beschrieben mit einem Schmp. von 262O, wiihrend wir nach dem gleichen Verfahren ein