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Untersuchungen über Spätergebnisse bei totaler angeborener Hüftluxation

✍ Scribed by U. Faber


Publisher
Springer
Year
1966
Tongue
English
Weight
886 KB
Volume
59
Category
Article
ISSN
1434-3916

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✦ Synopsis


Eingegangen am 27. Februar 1965

Die l~iehtlinien unseres therapeutisehen Vorgehens bei der angeborenen Hfiftluxation sind dnreh die wissensehaftliehen Erkenntnisse der letzten 3 his 4 Jahrzehnte unter Bertieksiehtigung der kausalen Faktoren der kongenitalen Hfiftluxation weitgehend festgelegt.

Die konservativen und operativen Behandlungsmethoden haben zum Ziel, dutch eine,,Entlastungsstellung" eine Entwieklung des ,,steilen Pfannendaehes" zu normalen Verhaltnissen und eine volle, gelenkgereehte Einstellung der H/iftkSpfe in die Hfiftgelenkspfannen zu erreiehen.

Den Erfahrungen der jeweiligen Klinik und des behandelnden Arztes bleibt es fiberlassen, mit weleher Behandlungsmethode die besten Ergebnisse erzielt werden. Aus den grogen Sammelstatistiken (HoIt~ANN, LA~G~, Bs, CK~a) ergibt sieh die Forderung naeh Frfiherkennung und Frfihbehandlung der kongenitalen Ilfift-luxa~ion. Unter diesen Gesiehtspunkten erseheJnt die staatliehe Aufklarung und Forderung naeh prophylaktischer Behandlung mit dem ,,breiten Wiekeln" vom Tage der Geburt an in den Oststaaten Europas besonders begrfigenswert.. Die tagliehen Erfahrungen in der Praxis und in der Ambulanz der Kliniken lehren uns jedoeh, dag trotz Sauglingstiberwaehnng, Mfitterberatung usw. immer wieder spat-oder niehterkannte Falle einer t-Ififtlnxation vorgestellt werden. Anamnestiseh maehen die Eltern Angaben fiber ein verspatetes Laufenlernen der Kinder, oder es ist ein einseitiges tiinken beim Laufen aufgefallen. Es handelt sieh naeh arztliehem Spraehgebraueh um sogenannte ,,Spatfalle" der angeborenen Iliiftluxation, meist im Alter yon 11~--3 Jahren. RSntgenologiseh finden sieh bei derartigen Fallen haufig bereits eine Gleitfurehe fiber dem Pfannenerker oder erste Veranderungen einer Sekundarpfanne an der Beekensehanfel. Unter mehrw6ehiger Extensionsbehandlnng (Overhaed-Methode) gelingt es in der Mehrzahl dieser Falle doeh noeh, eine t~eposition des verz6gert entwiekelten Hfiftkopfes zu erreiehen. Bei ansehliegend ausreiehend langer Fixierung mit der klassisehen l~epositionsbehandlung naeh Lo~c~z nnd M. LAZ~E kann ein Teil dieser ,,Spatfalle" der angeborenen ttfiftluxation noeh zu einer relativ guten Entwieklnng der H/Jftgelenke fiihren.

tIogMA~N weist in seinem Berieht fiber die Sammelforsehung der Spatresultate der angeborenen Htiftluxation 1951 jedoeh darauf hin, dab die Einrenkungen naeh dem 3. Lebensjahr einen hohen Prozentsagz (39% zur Grnppe III und 43% znr -*Herrn Prof. Dr. reed. Dr. reed. h. e. G. HOaMA~ zum 85. Geburtstag gewidmet.


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