Untersuchungen über metallorganische Verbindungen, I. Mitteilung: Eine neue Klasse von Arylzinnverbindungen: Phenyl-trihalogen-stannane
✍ Scribed by Kozeschkow, K. A.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1929
- Weight
- 309 KB
- Volume
- 62
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
= -o.6jo x 22.0814/1.4;97 x o . j r g 6 = -13. j9O (in Chloroform). Die Substanz ist loslich in Wasser, Athyl-und Methylalkohol, Essigester, Aceton, Chloroform und warmem Benzol, schwer loslich in kaltem Benzol, h e r , sowie Petrolather. F e h l i n g x h e 1,ijsung n-ird nicht r-eduziert. 152. K. A. K o z e s c h k o w : Untersuchungen iiber rnetallorganische Verbindungen, I. Mitteilung : Eine neue Klasse von Arylzinnverbindungen : Phenyl-trihalogen-stannane . [4us d. Laborat. fur organ. Chemie d. I. Gniversitat, Moskau.! (Eingegangen am 4. Februar 1929.)
Wahrend in der Reihe der einfachsten zinnorganischen Alkylverbindungen Vertreter von allen Korperklassen bekannt sind, wurden in der aromatischen. Reihe die Verbindungen vom Typus Ar.SnHa1, bis jetzt nicht erhalten. Die Darstellungsmethoden der entsprechenden Fettverbindungen kann man kaum auf die aromatische Reihe ubertragen. Erhitzt man aber T e t r ap h en yl -s t a n n a n mit Zinn t et r a c hlo r i d in zugeschmolzenen Rohren, so verlauft in kurzer Zeit die Reaktion nach folgender Gleichung: I. (C,H,),Sn + 3 SnCI, = 4C,H,.SnCI,. Das so erhaltene P h e n y l -t r i c h l o r -s t a n n a n (ebenso wie das daraus dargestellte P h e n yl-t r i b r o m-s t a n n an) erwies sich, seinen Eigenschaften nach, als naher Verwandter des Zinntetrachlorides. Von der entsprechenden Verbindung der Fettreihe unterscheidet es sich durch seine erhohte Hydrolysen-Fahigkeit.
Nach experimenteller Bestatigung kann man die Glcichung T in zwei Reaktionsstufen zerlegen: 11. (C,H,),Sn + SnCI, = 2 (C,H,),SnCl,, 111. 2 (C,H,),SnCl, -t 2SnC1, = 4C,H5.SnC1,. Jede dieser Reaktionen verlauft mit guten Ausbeuten. Die Reaktion I1 kann unter den von mir gewahlten Bedingungen als D a r s t ellungs me t h o d e f u r (C,H,5),SnCI, dienen, da bei der bisher benutzten Methode (Einwirkung von Halogen auf Tetraphenyl-stannan) 50% der Phenylgruppen in Form eines Nebenproduktes verloren gehen. Die Darstellung des Tetraphenyl-stannans habe ich im wesentlichen nach dem Pfeifferschen') Verfahren durchgefuhrt.
Beschreibung der Versuche.
P h e n y l -t r i c h l o r -s t a n n a n .
42.7 g
Mol.) T e t r a p h e n y l -s t a n n a n (Schmp. 226O) und 7S.2.g Mol.) frisch destilliertes Z i n n t e t r a c h l o r i d wurden in einem dickwandigen Rohr I1/,-z Stdn. im Bombenofen auf 210-220° erhitzt. Beim Offnen des Rohres wird kein Dampfdruck beobachtet. Der Inhalt des Rohres, eine etwas braunliche, schwere, an der Luft rauchende Fliis~igkeit, wurd? im Claisen-Kolben einer Destillation bei 25 nim Druck unterworfen. Nach dem Abdestillieren einer gewissen Menge niedrigsiedender Substanz, die B. 37, 319 [I9041. l) I . Mitteilung, B. 61, r8.to j19281. ?) F. I r i i d t , B. E i s t e r t und \-. E n d e r , B. 62, qS, Anm. 8 [1929]. :I) 1)iese Versuchr wurden 1-017 Hrn. cand. chem. P a u l Piihls ausgefiihrt. ") E. 4?, 2j61 [~gogj.