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Untersuchungen über Flechtenstoffe, X. Mitteil.: Über Olivetorsäure (I.)

✍ Scribed by Asahina, Yasuhiko ;Asano, Juntaro


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1932
Weight
556 KB
Volume
65
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


A s a h i n a , A s a n 0.

47594. Y a s u h i k o A s a h i n a und J u n t a r o

A s a n o : Untersuchungen uber Flechtenstoffe, X. Mitteil. : Ober Olivetorsiiure (I.). [Aus d. Pharmazeut. Institut d . Universitat Tokyo.] (Eingegangen am 8. Februar 1932.) Das Markgewebe der Flechte A l e c t o r i a d i v e r g e n s Nyl., die auch in Mittel-Japan, besonders in den Nadelholz-Waldern der hoheren Gebirge (1000-moo m), oft massenhaft vorkommt, farbt sich rnit Chlorkalk rotlich imd verrat uns dadurch das Vorkommen einer lecanorsaure-ahnlichen Substanz. Tatsachlich konnten wir beim Extrahieren der Flechte mit Ather daraus eine Saure isolieren, die in rohem Zustande bei 146-147O schmolz. Rei weiterem Umkrystallisieren aus Benzol 1a13t sich der Schmelzpunkt, allerdings unter bedeutendem Substanz-Verlust, his auf 1.51~ erhohen. Sowohl durch Elementar-Analyse als auch durch Titration haben wir die Zusammensetzung der Saure zu &,H3,08 (C 66.10, H 6.77) ermittelt und diese Formel dann auch durch Abbau-Versuche sichergestellt . AuBer der roten Farbung mit Chlorkalk, ist die Farbenreaktion niit Barytwasser charakteristisch, die im Laufe von 10-15 Min. zunachst citronengelb, dann allmahlich spangriin wird. Nach den Untersuchungen von Zopfl) enthalten die Plechten P a r melia o l i v e t o r u m Nyl. und E v e r n i a o l i v e t o r i n a Zopf eine spezifische Saure, die O l i v e t o r s a u r e (Schmp. 146-1470), die sich rnit Chlorkalk rot. mit Rarytwasser oder Bariumperoxyd-Lijsung erst citronengelb, dann allmahlich spangriin farbt. Beim Kochen niit Alkali entsteht eine rotliche Farbung, die nach Zusatz eines Tropfens Chloroform deutlich rot wird und griin fluo- resciert. Aus den.Mittelwerten von drei Analysen (C 65.96, H 7.20) stellte Zopf fur die Olivetorsaure die Bruttoformel C,H,,O, (C 66.37, H 6.97) auf. Wird die O l i v e t o r s a u r e im Rohr rnit Methylalkohol auf 1500 erhitzt, so soll sie nach Zopf in K o h l e n s a u r e und O l i v e t o r i n s a u r e gespalten werden. Letztere Saure bildet Krystalle, die, schon bei 65O sintern, aber erst bei etwa 88O schmelzen, und sich rnit Eisenchlorid purpurviolett, mit Chlorkalk blutrot, rnit Barytwasser erst gelblich, dann schmutzig spangriinlich, beim Erwarmen stark spangriin farben. Eine Analyse der Krystalle wurde aber nicht ausgefiihrt. Die 5hnliche Farbenreaktion, der fast gleiche Schmelzpunkt und die gut ubereinstimmenden Analysen-Zahlen berechtigen zu der Annahme, da13 die von uns aus Alectoria divergens isolierte Saure rnit der Olivetorsaure von Zopf identisch ist. Die Analysen-Zahlen von Zopf sind mit unserer Formel sogar besser vereinbar. Entgegen den Angaben von Zopf behauptet Hesse,), der Evernia olivetorina ebenfalls chemisch untersuchte, da13 die von ihm isolierte Olivetorsaure rnit Barytwasser keine Farbung gebe, sich auch rnit Bariumperoxydmsung, wenigstens anfangs, nicht farbe, da13 jedoch spater die zu unterst gelegenen Partien allmahlich eine griinliche Farbung annehmen. Nach Hesse soll die Olivetorsaure die Zusammensetzung C,,H,,O, besitzen. die er durch die Analyse des Acetyl-Derivates stiitzte. Falls diese Analysen richtig sind, m u t e die Hessesche Olivetorsaure etwas anders als die Zopf--~ l) A. 313, 341; Flechtenstoffe, S. 153. 2, Journ. prakt. Chem. [ z ] 68 48,83,50,94,2 2 7


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