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Untersuchungen über die Stellung der Wasserstoffatome im Benzol

✍ Scribed by Hübner, H. ;Alsberg, Julius


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1870
Weight
932 KB
Volume
156
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


In der nachfolgenden Abhandlung theilen wir den ersten Theil einer Untersuchung iiber die Stellung der Wasserstoffatome im Benzol und in ahnlichen Kohlenwasserstoffen mit. Es wird sich herausstellen, dafs diese Wasserstoffatome im Benzol gleichartig gestellt erscheinen. Der Nachweis dieser Erscheinung beruht darauf, dafs wir bei Vertretung verschiedener Wasserstoffatome im Benzol durch denselben Bestandtheil keine verschiedenen Verbindungen erhielten. Dieser Beweis ist naturlich ein negativer und gewinnt daher urn so mehr an Beweiskraft, j e mehr Beispiele beigebracht werden. Wir haben darum nicht nur durch Vertretung verschiedener Wasserstoffatorne im Benzol durch die Amidogruppe Andin dargestellt , sondern auch das bekannte BenzolsugL hydrat auf dem neuen, hier benutzten Umweg gebildet. Ferner beabsichtigen wir, im Anschlufs an eine Untersuchung iiber die Bildung isomerer Sulfotoluolsauren aus Bromtoluolsulfosauren , auch noch die aus den Bromsulfobenzolen entstehenden Benzolsulfosauren zu untersuchen. Bisher ist es in weitaus den meisten Fallen nicht gelungen, aus dem Benzol isornere Verbindungen darzustellen, die auf eine ungleiche Stellung der Wasserstoffatome im Benzol schliefsen liefsen. Nur einzelne derartige Falle sind bekannt geworden; diese sind aber zu wenig allseitig untersucht, um hinreichend beweisend zu sein. Sicher begriindet erscheint nur die Beobachtung von O t t o und 0 s t r o p (diese Annalen CXLI, 98), die spater iiber die Stellung der Wasserstoffatome im Benzol. 309 von J u n g f l e i s c h (Zeitschrift fur Chemie, N. F., I, 672; 11, 221 und IV, 484) bestatigt worden ist, dafs es namlich zwei Pentachlorbenzole giebt. Wenn aber die Wasserstoffatorne im Benzol ganz gleich gestellt sind, so durfte n u r Eine Art dieser Verbindung moglich sein. Urn diese Beobachtung nrit den jetzigen Ansichten in Einklang zu bringen, hat schon 0 t t o (Zeitschrift fur Chemie, N. F., VI, 34) darauf hingewiesen, dafs diesen Pentachlorbenzolen nicht dasselbe Atomgewicht zukommcn miige. Man konnte sich denken, dafs, ahnlich wie sich Benzol mit Chlor , oder Bromnaphtalin niit Pikrinsaure (W i c 11 e 1h a u s , Zeitschrift fur Chernie V, 542) vereinigen, sich auch zwei Atome Pentachlorbenzol verbinden konnten. Vielleicht ist es auch gestattet, die cine Verbindung als (CGC15)1 zu betrachten , entstanden aus Benzolchlorkohlenstoff CsClG und Kali? Xach diesen Betrachtungen kiinnte es fast iiberflussig erscheinen , die nachfolgenden Untersuchungen wesentlich aus dern oben angefuhrten Gesichtspunkt anzustellen, da die larigst bekannten Thatsachen, wie gesagt, sich der Annahrne gleichgestellter Wasserstoffatorne im Benzol so gut anschliefsen, dafs dieser Uinstand vielen Cliemikern als Beweis fur j e n e Annahme genugt. Wir glauben aber, j e melir die Chernie zur Physik der Atome als solcher, als Einhciten *), wird und ") Bei der jetzt allgemein angenommenen Ansiclit, daCs die Cllemie z u r Physik sich wie ein Theil zuin Ganzen verlialte, sclieint es &Ifacli Bediirfnifs zu sein, sic11 iiber die Grcnzen der Chemie Mar zu merden, und doch erinnere icli mich nicbt, eine hurze Fassung des Begrifles Chemie init Riicksiclit hierauf geltsen zu haben. Mir scheint folgender Ausdruck recht geniigend zu sein : Die Chemie is1 der Theil der Moleczclalphysik, toelclier van der gcgenseiligeii AnsicAzcng der Atome als Einheitea hnade!A. $' ahrend sonst in der Molecularpliysik Kraftesummen aus einer bclieligen Anzahl , durch beliebige Umstlude zu einer E n -


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