Untersuchungen über die Sekrete. 49. Ueber das Harz von Pinus palustris Müll
✍ Scribed by A. Tschirch; Fr. Koritschoner
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1902
- Tongue
- English
- Weight
- 719 KB
- Volume
- 240
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Gratiolon hat sonach die prozentische Zucammensetzuug des Ksmpfers. Triigt man in die absolut-alkoholische LBsnug des Korpers metallisches Natrium ein, YO erfolgt alsbnld Abscheiduug farbloser Blbttchen, und zwar bei geniigendem Zusatz von Metall so reichlicb, dass das Gauze zum Brei erutarrt. Durch Absaugen, Waschen mit absolutem Alkohol und Umkrystallisieren ails letzterem liess sich das Produkt reinigen ; es erwies sich als die Natriumverbindung des Gratiolons. Durch Erhitzen der alkoholischen L6sung mit etwas Schwefelstiure konnte daraus unvergndertes Gratiolon wiedergewonnen werden. I. 0,2870 g gaben 0,0445 NhSO4 enteprechend 0,0144 Na (6,Olqb) 11. 0,4622 ,, 0,0661 n 0,0214 n (4163%). Mit Benutzung dieser Natriumwerte ergiebt sich unter der Voraussetzung, dass eiu Atom Na aufgenommen mird, fur Gratiolon die Formel C ~~H , S O ~ und fiir die Natriumverbindung Ceo BI7O8Na (berechnet fir Na 4,81 X , gefunden i m Mittel 4,82%).
Weiteren Einblick in die Konstitution des Gratiolons, das seinem Verhalten gegen Natrium nach wahrscheinlich ein Hydroxyl enthglt., habe ich nicht gewinnen k6nnen; es dUrfte nur noch darauf hingewiesen werden, dass moglicherweise zwischen Gratiogenin (C8IH6006) und Gratiolon (CsoHt8 0 8 ) nahere Beziehungen bestehen.
Arbeiten ans dem pharmazeutischen Institut der
TJniverait&t Bern.
Untersuchungen iiber die Sekrete. -~ 49. Ueber das Harz von Pinus palustris I!ltlll. Von A. T s c h i r c h und Fr. Eoritschoner. (Eingegangen den 9. X. 1902.) Das uns zur Untersuchung vorliegende Rohprodukt haben wir der Liebenswiirdigkeit des (inzwischen verstorbenen) Prof. T r i m b 1 e aus Georgia zu verdanken. P i n u s palustris, die hanpts l c h l i c h s t e in A m e r i k a z u r Gewinnuug von Terpentinprodukten, besonders von ameriknnischem Kolophoninm benutzte Spezies, hat in den stidlichen Teilen der Union einen sehr ausgedehnten Verbreitnngsbezirk. A. Tschirch u. F. Koritechoner: Harx von Pin. palustr. Mull. 669 Das Rohharz (resin) der long leaf pinedie gebrhchlichste Bezeichnung f i l r Pin. palustr. Mull. -ist farblos oder von strohgelber Flrbung, hat die Eonsistenz des Honigs und deutlichen Terpentingeruch und -geschmack. Die beste Surte erhglt man wLhrend des ersten Bearbeitungsjahres, nlmlich das ,virgin dip' oder .soft white gum'. Das Produkt der folgenden Jahre .Yellow dip' ist bedeutend dunkler, zlher und iirmer an Ltherischem Oel. Das Rohprodukt. Dasselbe stellte ein unsauberes Gemenge von ziemlich weichem Ham, Rindenpartikeln und Steinchen dar. Das Hirz loste sich leicht in Aether und hinterliess dabei die erwPhnten Verunreinigungen, welche gegen 5% ausmachten. Vom Aether befreit, bildete der zarilckbleibende Teil eine gleichmBssige, schon gelbe Masse, die in Aether, Alkohol, Aceton, Chloroform, Benzol, Toluol, Schwefelkohlenstoff und Tetrachlorkohlenstoff leicht loslich , in Petrolather dagegen un-vollstLndig lSslich war. Wasser n3hm nur den Bitterstoff auf.
Titration.
Dieselbe wurde auf gleiche Weise wie beim russischen Pech (8. d.) ausgefihrt.
Saurezahl a) direkt: 1 g Harz verbrauchte 2,84 ccm n/p KOH = 79,57
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