Untersuchungen über die Azulenbildung bei Matricaria Chamomilla L
✍ Scribed by Prof. Dr.-Ing habil. Hans Kaiser; Dr. Gerhard Hasenmaier
- Book ID
- 102748747
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1956
- Tongue
- English
- Weight
- 922 KB
- Volume
- 289
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Untersuchungen uber die Azulenbildung bei Matricaria Chamornilla L.**) 681 Bus dem Laboratorium der Sttidtischen Katharincnhospitalapotheke Stuttgart damals Apothekendirektor: Prof. Dr. Kuiser (Eingegangen am 21. Juli 1956) 1. Der Nachmeis von freiem Azulen i n cler Kamillc Die Kamille, die sich ihren Platz sowohl in dcr Volksheilkunde als auch in der Schulmedizin seit Hippokmtes bis a d den heutigen Tag gewahrt hat, war schon der Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten. Trotz der aul3erordentlichen Vielfalt der Untersuchungen ist man sich jedoch bis heute noch nicht vollstandig im kleren iiber das Wirkungsprinzip der Kamille. Nach Arbeiten von Arnokdl), Heubner und Mitarbeiter2) 3, 4), Po7?znzer5), Jaretzkg und Neuwald 6, wird die antiphlogistische Wirkung dem Azulen zugeschrieben. Jung und Mjtarbeiter') 8) und Neu-1raldQ) kommen zu dem Ergebnis, daB Umwandlungsprodukte des Azulens die eigentlichen antiphlogistisch wirksamen Stoffe seien. OetteP) wiederum berichtet .
de13 er weder fiir natiirliche noch fiir synthetische Azulene eine eindeutige antiphlogistische Wirkung nachweisen konnte. Ebenso verliefen Untersuchungen auf entziindungshemmende Wirkung von verschiedenen Kamillenolen, die Herr Privatdozent Dr. Ther von der Pharmakologischen Abteilung der Farbwerke Hoechst fur uns durchfiihrte, ergebnislos. Es bleibt nun offen, ob die bisherigen Methoden zur pharmakologischen Wertbestimniung der Kamillenzubereitungen ungeeignet erscheinen oder ob in der Kamille nicht noch andere Stoffe vorhanden sind, auf welche die antiphlogistische Wirkung zuriickzufiihren ist, wie dies Kaiserll) schon friiher vermutete. Ein Zweifel diirfte allerdings dariiber nicht bestehen, daB dem Azulen bzw. seiner Vorstufe unter den Inhaltsstoffen der Kamille eine sehr bedeutende Roue zukommt. Eine endgiiltige Klarung kann nur das Ziel pharmakologischer Arbeiten sein und wird i m folgenden nicht diskutiert.
Nach den ausfiihrlichen Forschungsarbeiten, die in der Literatur iiber die Form des Azulens in der K a d e beschrieben wurden, darf als erwiesen angesehen werden, *) Herrn Professor Dr. Karl Winterfeld eum 65. Gcburtstag gewidmet.
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## Abstract Die Gruppentrennung des mit Petroläther gewonnenen Extraktes der Kamille (Matricaria chamomilla L.) wird beschrieben. Es wurden Kohlenwasserstoffe, Ester, Triglyceride, acetylenische Stoffe, freie Fettsäuren, freie Fettalkohole und Hydroxyester durch Säulenchromatographie abgetrennt. De