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Untersuchungen über die Allyl-Gruppe). IV. Haloïdäther des Allylalkohols

✍ Scribed by Demselben,


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1870
Weight
366 KB
Volume
156
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


des Monoallyh'nns. 151 Das Monoallylin ist eine dicke etwas gelbliche Fliissigkeit voni spec. Gew. 1,1160 bei Oo und 1,1013 bei 25O C.; es siedet gegen 240°, ist in einer nicht zu kleinen Menge Aether loslich, nicht in sehr wenig Wasser, jedoch leicht irn zweibis dreifachen Volum desselben. Der Geschmack ist brennend, gewurzhaft. Zur naheren Priifung, ob das in der angegebenen Formel enthaltene, noch zwei Affinitaten besitzende Radical Ally1 wirklich vorhanden sei, brachte ich eine gewogene Menge der dicken Fliissigkeit mit Brom zusanimen ; unter heftiger Reaction wurde dasselbe entfarbt, und nachher wurde ein kleiner Uebcrschufs desselben durch langeres Verweilen iiber Kalk wieder entfernt, worauf sich zeigte, dafs die Gewichtszunahme annahernd der von gleiclien Moleculen beider Substanzen verlangten entsprach. Das Bromadditionsproduct erhielt ich so als dicke, gleichfalls nicht erstarrende Fliissigkeit. Zur Bildung des Allylins ist eine kleine Menge S u r e nbthig, denn in der Flussigkeit, welche beim Rectificiren des Productes 200 bis 260° aus Glycerin niit reiner Oxalsaure ohne Salzsaure erhatten bleibt, ist diese Substanz nicht enthalten. Aus der wasserigen Losung derselben scheidet kohlensaures KaliNichts ab, und beirn Destilliren steigt das Thernionieter plotzlich auf 280°, den Siedepunkt des Glycerins. Da auch in diesem Versuche sich zahlreichc olige Streifen im Halse der Retorte zeigten, ist das Allylin nicht die Ursache der Bildung derselben. IV. HaloYdather des Allylalkohols ; yon Demselben. Mit dem so gewonnenen Allylalkohol habe ich einige Derivate dargestellt, welche zum Theil bis dahin nicht oder nur unvollstandig bekannt waren. ") Gegen Eridc der Destillation erscliienen zuweilen weiiig gefasbte Krystallnadoln im Kiihlrohr. ") Dic Angalx D u s a r t 's, dak Brompropylen rnit Sulfccyankalium Seiifiil liefere, ist durch L i n n e m a n n widerlegt worden.


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und W e r t h e i m \*\*\*) die Oele des Senfs und des Knoblauchs untersucht waren und diese Forscher erkannt hatten, dafs beide dasselbe, nach seinem Vorkommen in Allium-Arten AUyT genannte , Radical enthalten, wurde der Zusammenhang dieser his dahin isolirt stehenden Substanzen mit den genau bekan

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Wir enthalten uns, hierauf irgend eine Formel aufzustellen. Der Geruch erinnerte sehr an die Parasorbinsaure H o f m a n n's; deshalb versuchten wir die Fliissigkeit durch Schmelzen mit Kali in die krystallisirte Sorbinsaure iiberzufuhren, doch vergebens, es schieden sich aus den Schmelzen stets nur