Untersuchungen über den postmortalen ATP-Stoffwechsel der Magenmuskulatur der Ratte
✍ Scribed by G. Döring; A. Patzer; B. Forster
- Publisher
- Springer
- Year
- 1965
- Tongue
- English
- Weight
- 754 KB
- Volume
- 285
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
Zusammenfassung. IIn Pylorus und Fundus des Rattenmagens wurde nach ErSffnung des Abdomens am lebenden Tier und zu verschiedenen Zeiten post mortem der Gehalt an ATP*, Kreatinphosphat, Glykogen, Glucose, Glucose-6-phosphat und ~ilchsgure bestimmt.
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Im ungedehnten Magen, in dem postmortal keine Peristaltik auftritt, f£11t der ATP-Gehalt im Pylorus schon nach etwa 25 rain p. m., im Fundus 60 rain p. m. auf einen konstanten niedrigen Endwert ab. Bei Tiereu mit gedehntem Magen, bei denen die Peristaltik noch bis 55 min p. m. andauert, wird der Endwert im Pylorus nach 30 rain, im Fundus dagegen erst nach mehr als 4 Std erreicht. Im Magen E605-vergifteter Tiere, in dem Peristaltik noch bis 85 rain p. m. beobachtet wird, stellt sich der ATP-Endwert in beiden Magenteilen schon nach etwa 30 rain p.m. ein.
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Dehnung und niedrige E605-Dosen ffihren zu vermehrter ATP-Bildung und zu verst~rkter und ~erl~ingerter postmortaler Peristaltik bei schnellerer Ersch6pfung der anaeroben ATP-Quellen.
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Anderungen des Gehaltes der anaerob ATP-liefernden Verbindungen werden nach Erreichen des ATP-Endwertes nicht mehr beobachtet. Dieser Befund und andere, wie z. B. quantitative Unterschiede ira ATP-Gehalt des Pylorus und des unter den angegebenen Versuchsbedingungen fiir Sauerstoff leichter zugiinglichen Fundus, zeigen, dab aerobe Prozesse die Energie fiir die spaten postmortalen Kontraktionen liefern.
An Skelet as_ und Herzmuskeln 12 ist schon friih die Beobachtung gemacht worden, dab sich Muskeln noch im Zustand der Totenstarre durch frequente InduktionsstrSme zu Kontraktionen anregen lassen. Besonders starke, unter bestimmten Versuchsbedingungen sogar spontane Aktivitgt wghrend der Ausbildung und selbst auf dem H6hepunkt der Starre wurde in der Magenmuskulatur von Frosch~l, 29, t~atte ls,30 und Mensch ~1 festgestellt. Die Aktiviti~t des erstarrten Muskels wird dadurch mSglich, dab die Starre nicht alle Fasern eines Muskels befgllt, sondern, wie MANGOLD 2S schon 1902 erkannte, nut ,,partiell" ist.
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