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Untersuchungen über den Metabolismus einiger Insektizide und Fungizide in der Ratte. 3. Mitt.: Ausscheidung, Verteilung und Abbau von35S-markiertem Captan

✍ Scribed by Seidler, H. ;Härtig, H. ;Schnaak, W. ;Engst, R.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1971
Tongue
English
Weight
479 KB
Volume
15
Category
Article
ISSN
0027-769X

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✦ Synopsis


hat das Captanzum iiberwiegenden Teil in abgebauter Formden Iiorper praktisch vollstandig mit den Exkrementen verlassen; dabei passieren mehr als 90% den Organismus in den ersten 24 h. Etwa je O,OI -o,o5% der 36S-Aktivitat werden als Metabolite in den Organen abgelagert oder in korpereigene Verbindungen eingebaut. Die Fraktionierung der Riickstande der Chloroformextraktion gab dabei Hinweise auf einen wahrscheinlichen Einbau des 35S in Proteine und Nukleoproteide. Einige Metabolite konnten diinnschichtchromatographisch und autoradiographisch naher charakterisiert werden. Captan (N-Trichlormethylthiotetrahydrophthalimid) wird seit langerem im Obst-und Gartenbau als Fungizid eingesetzt. Es hat durch seine ausgezeichnete fungitoxische Wirkung, durch das Fehlen von phytotoxischen Effekten und wegen seiner Ungiftigkeit im akuten Versuch groBe Bedeutung erlangt. Die orale Toxizitat des Wirkstoffs ist mit einer LD,, von 10000 mg/kg Ratte [I] auaerordentlich niedrig. Dem stehen Feststellungen amerikanischer Forscher gegenuber, die an Huhnerembryonen und Gewebekulturen mutagene und teratogene Effekte der fungiziden Phthalimide festgestellt haben [2].

Ausgehend von der relativ hohen Toleranzmenge von 10 ppm fur Captan-Ruckstande auf Lebensmitteln [3] und vor allem von der Erwagung, daB LD,,-Werte keine absoluten Aussagen uber das AusmaB einer moglichen Gefahrdung des Menschen geben konnen, sollten Untersuchungen uber den Metabolismus von 35S-niarkierteni Captan im Saugetierorganismus Grundlagen und Anhaltspunkte fur weitere Arbeiten geben.


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