𝔖 Bobbio Scriptorium
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Untersuchungen über den Arsengehalt der Haut nach Spirotrypan- und Salvarsankuren, mit einem Beitrag zum Problem der Arsenobenzolerythrodermien

✍ Scribed by Harald Oberste-Lehn; Otto Pribilla


Publisher
Springer-Verlag
Year
1956
Tongue
English
Weight
801 KB
Volume
203
Category
Article
ISSN
0340-3696

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✦ Synopsis


In der belebten und unbelebten ~qatur ist das Element Arsen ubi-quit~r in unterschiedlichen Quantit~ten aufzufinden. Da N~hrungsmittel, wie z.B. Seefische, Kochs~lz oder aueh Trinkwasser Arsen enthalten kSnnen (GAD~E~, SEIFE~T), ist es auch im menschlichen Organismus ~]s Spurenetement noeh unklarer Bedeutung nachweisbar. GAUTIEtr beziffert die allein mit der N~hrung aufgenommene t~gliche Arsenmenge mit 20 y. Nach LANG gehSrt das Arsen zu den Stoffen, die yon vermutlicher Wichtigkeit fiir d~s menschliche Leben sind. Die Stoffwechseluntersuchungen von BI~z u. ScavLz, BERG, Bt~GELE~, OELKERS, BEARD U. DEL~OUG~E lieferten ebenf~lls hierfiir Hinweise.

Bei den zahlreichen Untersuchungen menschlieher 0rg~ne auf ihren ArsengehMt ist das Integument nut selten einbezogen worden. Um 1900 gab ~AUTIEI~ als physiologischen Wert far gaare 27--77 y-~o und ffir N~gel 150--520~-~ an. Bei der Nachpriifung dieser Befunde mit moderner Methode kommt SEIFE~T ZU ~hnlichen Ergebnissen, lediglieh fiir Nagelsubstanz liegen seine Werte niedriger. BILLETE~ U. M~FURT haben Untersuchungen mit der M~a~sgschen Probe an der Epidermis vorgenommen und bei 14 Mensehen, bei denen ein vorhergehender Kontakt mit Arsen auszuschliel~en war, in 4 Fgllen Arsen in einer Menge von 9,7 y-~o naehgewiesen.

Leider sind die tierexperimentel]en Untersuchungen fiber den Verbleib des Arsens im Org~nismus unter besonderer Berficksichtigung der H~ut, yon JusTvs, SCH/SSBE~G, DENIG~S, OPPE~HEI~ U. FANTL, ~uf Grund der wechselnden Versuchsbedingungen, der untersehied]ichen Wuhl der Versuchstiere und der ~bweichenden Untersuehungsmethoden so unterschiedlieh ausgefullen, d~ man sieh kaum klare Vorstellungen machen ksnn. Es la]~t sieh ~us ihnen lediglich entnehmen, da]] eventuell nueh Aufn~hme einer grS~eren Arsenmenge fiber einen l~ngen Zeitraum dieses Element ~uch in der H~ut n~chzuweisen ist, wghrend es sich sonst in Leber und Nieren sowie im M~gen-D~rmkan~l ~uffinden lgl~t. * Teilweise unter Verwendung der Dissertation yon H. NIEr~ow.