Untersuchungen zur Frage der Synchronisation von Proteus mirabilis-Kulturen
✍ Scribed by Johannes Gumpert
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2007
- Tongue
- English
- Weight
- 658 KB
- Volume
- 5
- Category
- Article
- ISSN
- 0233-111X
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✦ Synopsis
Synchron wachsende Bakterienkulturen bieten die Moglichkeit, einzelne Abschnitte des Zellzyklus, d. h. die verschiedenen physiologischen Zustande, die von der Zelle wahrend ihrer Entwicklung durchlaufen werden, niiher zu untersuchen. Im Rahmen der Untersuchungen iiber die L-Form von Proteus mirabilis (TAU-BENECK 1962) sollte die Penicilliriwirkung in Abhangigkeit vom physiologischen Zustand der Proteus-Zellen gepruft werden. Wie zu zeigen sein wird, war bei P. rnirabilis keine befriedigende Synchronisation zu erreichen, die eine erfolgversprechende Losung der ursprungliehen Fragen gest,att,et hatte. Da aber moglicherweise die Ursachen der schlechten Synchronisierbarkeit prinzipieller Natur sind und nicht nur fur P. mirabilis zutreffen, sollen die Ergebnisse der Untersuchungen hier mitget,eilt werden.
Material und Methoden
Fur die Versuche wurde P. inirabilis Stamm VI verwendet. Zum Vergleich sind fur einige Experimente die P. mirabilis-Staiiime PI, R 25, 645 und Lipp herangezogen worden. Alle Stanimkulturen waren aus Einzellisolierungen hervorgegangen. Stamm VI wurde im Laufe der Untersuchungen dreimal neu isoliert. M e s s u n g d e r S y n c h r o n i s a t i o n Die in Abstanden von 5 -7 min aus den synchronisiert,en') Kulturen entnonmienen Proben wurden init einem besonders zur Messung von synchronisiertem Wachstum konstruierten Streulicht,gerat (GUNTHER 1961) oder im PULFRICH-Photometer (VEB CARL ZEISS) mit Nephelometeraufsatz gemessen. I m ersten Gerat erfolgt die Messung des Streulichtes unter einem Winkel von 3"30' zur Priniarstrahlrichtung und ini PUPHO bei einem Winkel von 45". Parallel dazu wurden in einem groden Teil der Versuche Lebendkeimzahlungen (Kocdsche PlattenguBmethode) und Gesamtzellzahlbestimmungen (THOMA-Zahlkamnier) vorgenommen. M e t h o d e n d e r S y n c h r o n i s a t i o n 1. Kalteschoclr. 2 Stunden alte, exponentiell wachsende Kulturen wurden direkt oder nach Uberimpfen in frische Nahrlosung 30-45 min bei Go, 8' oder 10 "C geschiittelt. Anschliedend erfolgte die weitere ICultm im Wasserbad bei 37 O C und Messung na.ch je 5-7 min. 2. Filtration. Es wurden die exponentiell wachsenden Kulturen durch einen Eilterpapierstod gesaugt, die Bakterien der Filtrate in frisches Medium gebracht und bei 37 "C l ) Als synchronisiert sollen hier unabhangig vom Verlauf der Wachstumskurve alle Zellsuspensionen verstanden werden, bei denen versucht wurde, mittels einer der Met>hoden synchrones Wachstum zu induzieren.
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