Untersuchungen zur Biosynthese der Mutterkorn-Alkaloide, II
β Scribed by Plieninger, Hans ;Fischer, Rolf ;Liede, Volker
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1964
- Weight
- 458 KB
- Volume
- 672
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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β¦ Synopsis
In der Alaninseitenkette P-[14C]-rnarkiertes 4-[3.3-Dimethyl-allyl]-tryptophan (I) wird ebenso wieinder Allylstellung 14C-markiertes reproduzierbar in Elymoclavin eingebaut (spezif. Einbaurate 4-6 %). Ein Konkurrenzversuch mit am Indolkern Tritium-markiertem Amin 11 fuhrt zu nahezu Tritium-freiem Elymoclavin. Diese Versuche zeigen, daR 4-[3.3-Dimethyl-allyl]-tryptophan oder -tryptamin als Vorstufen der Clavin-und damit auch der ubrigen Mutterkornalkaloide anzusehen sind. Eines der noch offenen Probleme der Biosynthese von Clavin-und Ergot-Alkalo-iden2) ist die Ankniipfung der aus Mevalonsaure stammenden 5 C-Atome an das Tryptophan. Es gibt hier zwei verschiedene diskutierbare Moglichkeiten: 1) Das aus Mevalonsaure gebildete Dimethylallyl-pyrophosphat konnte sich direkt mit der 4-Stellung des Indols unter elektrophilem Angriff zum 4-[3.3-Dimethyl-allyl]tryptophan (I) umsetzen. Diese Aminosaure wurde dann unter C -C-Verknupfung zwischen dem allylischen C-Atom der Dimethylallylseitenkette und dem a-C-Atom der Alaninseitenkette -vermutlich iiber mehrere Stufen -zum Ergolin-Derivat I11 umgewandelt : H
π SIMILAR VOLUMES
isotyp und in einigen Richtungen stark fehlgeordnet; ( 3 ) ist nach Einkristallaufnahmen moglicherweise hexagonal mit a = 9,23 und c = n:d9,55 A, wobei die GroBe von n ungewi13 ist. Versuche zur Darstellung einer zu (2) analogen Bromverbindung schlugen fehl.
Im vergangenen Jahrzehnt hat es einen Aufschwung bei der Entdeckung biologisch aktiver Naturstoffe aus MeeresschwΓ€mmen gegeben. [1] Anders als bei Landpflanzen und mikrobiellen Systemen ist ΓΌber die Biosynthese von Schwammmetaboliten nur wenig bekannt. [2] Eine Gruppe cytotoxischer Schwammetaboliten