Untersuchungen zur Beeinflussung des Fettstoffwechsels bei Schweinen nach Gabe von ungeradzahligen Fettsäuren
✍ Scribed by Lusky, K. ;Stoyke, M. ;Doberschütz, K.-D. ;Göbel, R.
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1992
- Weight
- 615 KB
- Volume
- 94
- Category
- Article
- ISSN
- 0931-5985
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✦ Synopsis
s k y , M . S t o y k e , K.-D. D o b e r s c h i i t z u n d R . G o b e l * Institut fur Veterinar-Pharmakologie und Toxikologie GmbH, Bernau
Zwei Gruppen von Ferkeln (n=3) wurde, beginnend mit einer Lebendmasse von 12.0 k 1.4 kg, ein Gemisch an geslttigten ungeradzahligen Fettsauren (FSG) zu unterschiedlichen Anteilen im Futter verabreicht. Als Vergleich diente eine Kontrollgruppe, die mit Futter herkommlicher Lipidzusammensetzung ernahrt wurde. Am Ende der Testperiode wurden Analysen des Riickenfettes, der Herz-, Gehirn-, Muskel-und Leberlipide vorgenommen. In Abhlngigkeit von der Gabe des FSG konnte sowohl im Depotfett als auch in den Organlipiden eine Anreicherung an C18:2 festgestellt werden. Neben gesattigten ungeradzahligcn Fettsauren wurden auch die entsprechenden ungeslttigten Formen dieser Sluren nachgewiesen. Demnach sind die Enzymsysteme des Schweines befahigt, auch ungeradzahlige FettsPuren zu desaturieren. Die Gehalte an n-3-Fettsturen waren teils erniedrigt, teils erhoht.
1. Z i e l s t e l l u n g
Das Ziel dieser Untersuchungen bestand darin, den EinfluB hoher Anteile von ungeradzahligen Fettsauren (FS) in der Ration von Schweinen auf deren Fettstoffwechsel zu untersuchen. In fruheren Untersuchungen rnit n-Alkanhefen, die uber einen hohen Anteil an ungeradzahligen Fettsauren verfugen, konnten eine Reihe interessanter Veranderungen im Fettsauremuster beobachtet werden, die jedoch nicht eindeutig allein den ungeradzahligen Fettsauren zuzuordnen ~a r e n l -~. In vorliegenden Untersuchungen wurde eine hohe Dosierung a n ungeradzahligen Fettsiiuren angestrebt. Reine ungeradzahlige Fettsauren (C17 und C17: 1-Sauren) standen nicht im benotigten Umfang zur Verfugung, so daB ein Fettsauregemisch (FSG)** mit ca. 50 % ungeradzahligen gesattigten Fettsauren verwendet wurde.
2 . M a t e r i a l u n d M e t h o d i k 2.1. Tiermaterial und Haltungsbedingungen
In die Untersuchungen wurden 9 Ferkel rnit einem Alter von ca. 9 Wochen einbezogen. Die Tiere hatten am Versuchsbeginn eine Lebendmasse (LM) von 12.0 & 1.4 kg und waren klinisch gesund. Die Aufstallung erfolgte in einem temperierbaren, rnit Zwangsentliiftung versehenen Versuchstierstall rnit Gummimatten und Staukanalentmistung in Einzelhaltung.
2.2. Fiitterung und Futtermittel
Wahrend einer 7tagigen Adaptationszeit erhielten die Tiere eine Gerstendiat rnit bedarfsgerechter Wirk-und Mineralstofferganzung. Die Fiitterung erfolgte zweimal taglich. Wasser wurde den Tieren uber den Trog angeboten. Bei der Berechnung der Rationen wurde in Abhangigkeit von der Versuchsanstellung und der Lebendmasse davon ausgegangen, daB das FSG ahnlich anderen in der Futterung eingesetzten Fetten und Olen metabolisiert