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Untersuchungen zum S�urestoffwechsel von Aspergillus niger

✍ Scribed by M�ller, Hans-Martin


Publisher
Springer-Verlag
Year
1966
Weight
972 KB
Volume
53
Category
Article
ISSN
0003-9276

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✦ Synopsis


Untersuchungen

zum S~iurestoffwechsel yon Aspergillus niger II. Mitteflung Der Einflu8 des C/N-u in der Ausgangs.STiihrliisung auf die Glueon-, Citronen-und 0xalsiiureanhiiufung bei kontrolliertem pH-Wert und mittlerer Temperatur (30 ~ (~) Bo~nisches Insti~u~ der Universit~t ~reiburg i. Br. Eingeg~ngen ~m 9. November 1965 Geht man yon der Hypothese des ,,Uberflutungs-Stoffweehsels" (FosT~ 1949) ~us, so ist zu erwarten, dab die Anhi~ufung organiseher Siiuren durch Aspergillus niger durch eine Erh6hung des C/N-Verh~ltnisses in der Atlsg~ngs-N~hrlSsung gefSrdert wird. Dieser Erwartung cntspreehen die Literaturang~ben jedoch nicht durehweg, da eine FSrderung in eindeRtiger Weise nur bei der Glueonss gefundea wurde, w~hrend man bei der Citronea-und OxMs~ure mit zunehmendem C/N-Verh~ltnis zum Teil eine FSrdertlng, zum Teil ~ber allch eine Itemmung oder einen Uberg~ng yon der F6rderung zar Hemmung beobaehtete (Lit. bei MULLER 1965).

Diese Widersprfiche kSnaea dnrch die Eigentfimliehkeiten der yon den einzelnen Atltoren bentitztelt Stiimme oder dureh eine unterschiedfiche Kombination tier ttbrigen Versaehsbeding~mgen zustaadegekommen sein. Es besteht jedoch aueh die MSgliehkeit, dal3 sie dureh eincn zu wenig nmfassendea Versuehs~nsatz hervorgerufen wurden. So be-sehr~nkte man sieh in der Mehrzahl der hier beriieksichtigten Arbeiten auf nur wenige and dazu mehr oder minder willkiirlieh gewahlte Auswertlmgstermine, ohne zu beaehten, da~ sieh der absolute Sauregehalt and die S~Lureausbeate, bezogen auf den Zuckerverbrauch, im Ver]aufe tier Anh~ufuag sehr stark ~ndera kSnnen. Ein weiterer hgafig zu beobachtender Fehler bes~and darin, dM3 das C/N-Verhgltrtis innerhalb eines zu engen Bereiehes variiert wurde.

Es war nun die Aufgabe der hier besehriebenen Untersuchung, zu prtifen, wie sich der EinfluI3 des C/N-Verhs ~uf die Anh~ufung der Glueoa-, Citrolten-und Oxals~ure darstellt, wean d~s C/N-Verhaltnis sowelt wie m6glieh variiert and der zeitliche Verlaaf der Anh~ufung yon derea Beginn bis zum endgiiltigen Stillstand des Stoffwechsels durchgehend verfolgt wird.

I-~ANS-~[ARTIN I~ULLER:

Um sekunds pH-Effekte zu vermeiden, die nach eigenen Ergebnissen zumindest bei der Oxalss auftre~en kSnnen (~LL]S~ 1965), wnrde eht Einflu{~ des C/N-Verhs auf den pH-Wer~ durch eine geeignete Pufferung verhindert.

I. Methodik

Organismus, Beimp/ung, Anzueht. Siehe bei M~)LLEI~ (1965). Die physiologisch alkalische N~hrl6sung enthielt K~O 3 als alleinige Stickstoffquelle. Das C/N-Verh~ltnis in der Ausgangs-Ng, hrl6sung wurde bei gleiehbleibender Glucose-Ausgangskonzentration dureh die Ver~nderung der XNO3-Ausg~ngskonzentration variiert.

Kontrolle des pH-Wertes. Der Ausgangs-N~hrlSsung wurde unabh~ngig yon der X_NO3-Konzentration 1,0 g CaCO 3 je Kultur zugesetzt. Dadureh wurde ein Abfall des pH unter 5,2 durehweg verhindert. Es gelang allerdings nicht, einen in Kulturen mit 1,0 und 0,5~ K_NO 3 auftretenden Anstieg des pH-Wertes zu verhindern, der u.a. dureh die ~-Ha-Produktion w~hrend der Autolyse bedingt ist (vgl. MtiLL]s~ 1965). Dieser Anstieg ffihrte d~s pI{ in dem Zeitraum vor dem fast vSlligen G]ucoseverbrauch yon 5,4 his etwa 8,0, danach noeh weiter bis auf rd. 8,9. Um fiberall gleiche Bedingungen zu sehaffen, wurde er in Kulturen mit 0,25~ KN0a und darunter durch den Zusatz yon geringen Mengen 2 n Na0H von aul]en herbeigefiihrt. Vor dem Zeitpunkt des fast vSlligen Glueoseverbrauches erfolgte dieser Zusatz bei 0,25 und 0,125~ KNO~ im Abstand yon 10--20 Std und bei 0,05--0,01~ X_XO 3 im Abstan4 yon 24--48 Std, wobei das pH jewei]s auf 7,0 eingeste]lt wurde. In der Zwisehenzeit sank das pH jeweils wieder (mit zunehmender Kulturdauer ~nsteigend) auf 5,1--6,5 ab und lag im MRtel bei 6,1--6,3, also etwu so hoch wie bei 1,0 und 0,5~ KNO~, wo sich in der Zeit vor dem fast v511igen Glueoseverbraueh ein Mittel-wer~ yon 6,4 bereehnen l~St. In der Zeit nach dem fast vSlligen Ghcoseverbraueh erfolgte der Zusatz bei 0,25 und 0,125~ X_NO~ noch zwei-bis dreimal, bei 0,05 bis 0,01~ KN03 noeh vier-bis ffinfmal, wobei das pH jeweils auf 9,0 eingestellt wurde. Dadureh wurde erreicht, da] das pH bei Schwankungen zwischen 7,0 und 9,0 im Mittel bei 8,4--8,7 und damit fast genauso hoch lag wie bei 1,0 und 0,50/0 KN03. 2H-Wert. Wurde mit Hiffe der Glaselektrode bestimmt. Au]arbeitung der Kulturen vor der Bestimmung der Glucose und der organisehen Siiuren. Geschah wie bei Mi)LLE~ (1965) ffir die Oxals~urebestimmung angegeben.


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