Untersuchungen zum Lysinstoffwechsel bei S�uglingen
✍ Scribed by Schreier, Kurt
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1959
- Weight
- 1020 KB
- Volume
- 82
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-2917
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✦ Synopsis
Bald nachdem WILLCOCK U. HOPKINS sowie OSBORNE U. MENDEL erkannt hatten, da6 bestimmte Aminos~uren (AS) lebenswichtige Bestandtefle der mensehlichen und tierischen Nahrung sind, wurde gefunden, dab vor allem Lysin f/Jr den wachsenden Organismus yon essentieller Bedeutung ist. Dies ist nicht verwunderlieh, denn Muskeleiwei[3 ist zu fund 10% aus dieser AS aufgebaut (z. B. BLOCK u. WEISS). ]~s erhob sich demnach bald die Frage nach der minimalen und optimalen Tageszufuhr yon Lysin. Ffir den erwachsenen Menschen wurde der Bedarf an den einzelnen lebensnotwendigen AS dureh die grundlegenden Untersuchungen yon t~osE und MRarbeitern ziemlieh exakt festgelegt. Weitere Studien zur erforderliehen HShe der Lysinzufuhr bei Mannern und Frauen stammen yon Lv.V~TON und Mitarbeitern sowie der Gruppe um Cr.A~K. Seit kurzem liegen auch die ersten Daten fiber den Minimalbedarf des S~tuglings vor (S~YD~MA~ und Mitarbeiter). Letztere Untersuehungen zeigten, dal~ der Bedarf des raseh waehsenden Sauglings an allen essentiellen AS pro kg KSrpergewieht etwa 8real so hoch liegt, wie jener des Erwachsenen. Fiir Lysin wurde ein Weft um 100 mg/kg S~ugling bestimmt. Dariiber hinaus wurde gefunden, dab das Verhaltnis der erforderlichen Mengen der einzelnen lebenswiehtigen AS wAhrend des ganzen Lebens etwa gleich bleibt. Es ist unentsehieden, ob es spezifische Lysinmangelsymptome gibt. Versuehstiere (Ratten, Schweine u. iL) entwickeln jedenfalls eine ausgepr~gte An~mie (NEv-~RG~R U. W]~B ST~R; HOOAN und Mitarbeiter; GILLE SPIE und Mitarbeiter; PAGV, ; Ms,~Z). Ob diese Anamie hypo-, normo-oder hyperchrom ist, hangt offenbar yon der Zusammensetzung der Nahrung ab. Der Nachweis der fehlenden Reticuloeyten (AT~EZ~S) weist darauf hin, dab ahnlich wie beim Fehlen yon Tryptophan und beim ausgepragten Eiweil~mangel (CA~TW~IGHT) das Lysin ein limitierender Faktor der Erythropoese ist. Lysin ist nicht nur ein Baustein des Globins, sondern stellt oftenbar auch eine Quelle f'tir das Porphyrinskelet dar (ALT~AN und Mitarbeiter). Eine weitere reeht interessante Beobaehtung betrifft die eariesvermindernde Wirkung yon Lysin bei Ratten, welehe auf einer Mflchpulverdiat geha]ten wurden (I~V[CCLU~E ; LOS~E u. NE~ES). Dabei ist bemerkenswert, dal3 injiziertes Lysin keinen Einflul3 auf die Carieshaufigkeit der Versuchstiere aus/ibt (McCLv~s.). Lysinmangel soll aul~er-* Unter Mitarbeit yon E. ZSLnE~ und technischer Assistenz yon Fraulein H. BAUNAC~. --Die Firma E. I. Du Pont de Nemours & Co. (Wilmington) hat die Untersuchung durch groBziigige Uberlassung yon Lysin usw. untersttitzt, woftir ihr Dank gebfihrt.
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