## Abstract Austenitische Stähle mit 18% Chrom und 12% Nickel sowie abgestuften Molybdängehalten von 0.5 bis 3.6% wurden einer Aufstickung in der Gasphase unterzogen. Durch einen gezielten Abtrag der behandelten Proben konnten Korrosionsuntersuchungen an Oberflächen mit Stickstoffgehalten bis 0,45%
Untersuchungen zum Einfluss des Stickstoffs auf das Lochkorrosionsverhalten hochlegierter austenitischer Cr-Ni-Mo-Stähle (Teil II)
✍ Scribed by Ch. Eckstein; H. J. Spies; J. Albrecht
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2004
- Tongue
- German
- Weight
- 170 KB
- Volume
- 55
- Category
- Article
- ISSN
- 0947-5117
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✦ Synopsis
Abstract
Die Ermittlung des statischen Lochkorrosionspotentials an Chrom‐Nickelstählen des Typs 18/12 ohne und mit steigenden Molybdängehalten sowie abgestuften Stickstoffgehalten erlaubte eine quantitative Bewertung des Einflusses von Stickstoff auf die Lochkorrosionsbeständigkeit. Es zeigte sich, dass die spezifische Wirkung des Stickstoffs zwischen 0,04 und 0,42 Masse% bei sonst völlig gleicher Zusammensetzung im Bereich von 0,06 bis 3,6 Masse% Mo nicht vom Molybdängehalt abhängt und in allen Legierungsgruppen nahezu gleich ist. Sie kann in der Wirksumme durch den Faktor 25 beschrieben werden. Durch Oberflächenuntersuchungen mittels XPS‐Analyse waren sowohl bei molybdänfreiem als auch bei molybdänhaltigem Stahl die passivierungswirksamen Komplexe des Stickstoffs nachzuweisen, so dass angenommen werden kann, dass bei allen untersuchten Legierungen Stickstoff die Lochkorrosionsbeständigkeit nach dem gleichen Mechanismus verbessert.
Die durchgeführten Untersuchungen zeigten, dass unter den gewählten Prüfbedingungen die in letzter Zeit häufig vertretene Auffassung [2–6] über einen Synergieeffekt von Molybdän und Stickstoff nicht bestätigt werden kann. Damit werden Bemühungen unterstützt, auch bei molybdänarmen Stählen die Lochkorrosionsbeständigkeit durch Randaufsticken bzw. Auflegieren mit Stickstoff zu verbessern.
Die erzielten Ergebnisse berechtigen zu der Annahme, dass der beobachtete positive Effekt des Stickstoffs zu noch höheren Stickstoffgehalten extrapolierbar ist. Voraussetzung dafür ist allerdings das Vermeiden von Sekundärphasen in der Matrix, deren abmindernder Einfluss bekannt ist.
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