Untersuchungen �ber die nat�rliche Mikroflora des Bodens
✍ Scribed by Hopf, Maria
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1950
- Weight
- 895 KB
- Volume
- 14
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-9276
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✦ Synopsis
Durch die hier mitgeteilten Untersuchungen sollte festgestellt werden, wie sich ein . N a t u r b o d e n " in mikrobiologischer Itinsicht ~on einem . K u l t u r b o d e ~" unterscheidet (die ausffihrliche Darstellung siehe bei Hoi, r~). Denn es w~r namentlich aus den Beobachtungen Wn.~o-C.RADSKY!S2 klar, dal~ der Kulturboden mehr odor w eniger ein Kunstprodukt ist, in dem die Entwicklung bestimmter Mikroorganismentypen durch die Kulturmaftnahmen (Dtingung, Bearbeitung usw.) einseitig gel e n k t wird. Als charakteristisch fiir ihn diirften die Mikroorganismen anzusprechen sein, in erster Linie st~ibchenf~rmige Bakterien, die sich auf den allgemein fiblichen N~ihrbOden einstellen. Dazu kommen eine t~eihe yon Spezialtypen, unter denen sich z.B. Azotobacter chroococ- cure als typischer Kulturbegleiter erwiesen hat, der auc]i, ebenso wie Nitri[ikanten, nur auf neutralen BSden vorkommt. Demgegeniiber hatte WINOGRADSKY den Begriff der ,,autochthonen" Mikroflora aufgestellt als der ffir vernachl~issigte BSden sozusagen urspriinglichen Mikroflora~ in tier insbesondere Kokkenformen stark hervortreten. Da diese Formen noch ganz unvollkommen charakterisiert sind, erschienen weitere Untersuchungen erwfinscht, auSerdem sollte versucht werden, unmittelbar im Boden gesehene Mikroorg~nismen abzuimpfen, zu kultivieren nnd zu identifizieren.
W~ihrend W][NOGRADSKY mit vernachl~issigten (seit langem ungedfingten) I(ulturbSden arbeitete, wurde fiir .die vorliegenden Untersuchungen ein Naturbod.en gew~ihlt, tier sich in seiner Beschaffenheit im ilbrigen aber nicht ailzu welt von einem Kulturboden entfernen sollte. Da ein solcher in reinster Form be i uns ka~tm mehr vorhanden ist, wu,rde ein Boden ausgesucht, der diesen Bedingungen noch am ohesten zu entsprochen schien: Ein auf Muschelkalk liegender Hang in einem Seitent~ilchen der Wer~ra, links ~ib~r dem Wege WeTieshausen--Hanstein (unmitte]bar jens.eits des Bahn-
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