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Untersuchung von Transportvorgängen bei der Korrosion

✍ Scribed by Dr. E. Heitz


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1964
Tongue
German
Volume
15
Category
Article
ISSN
0947-5117

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✦ Synopsis


Untersuchung von Transportvorgangen bei der Korrosion 63 dunnter Amnionchlorid-Losung auf Zink in Gegenwart von Luft rnit einem hoheren Sauerstoff verbrauch verbunden ist, als auf Grund der in Losung gegangenen Zinkmenge zu erwarten ist. Dies sei durch die in Tafel 2 angegebenen Zahlen gekennzeichnet. Der Sauerstoffverbrauch ist im Mittel dreimal so groi3 als der in Losung gegangenen Zinkmenge entsprechen wurde. M,an konnte diesen Eff ekt dadurch erklaren, daf3 im Sinne der klassischen Theorie der Autoxydation an der ZinkoberfIache Wasserstoffsuperoxyd entsteht, welches dann eine kurze Reaktionskette auslost, die mit der Oxydation des Ammoniums verbunden ist. Die Tatsache jedoch, dai3 gerade die dreifache Menge des Sauerstofis verbraucht wird, der notig ware, um das Zink in Losung zu bringen, legt noch andmere Erklarungen nahe: Die Polarisation der kathodischen Bereiche auf der Zinkflache erfolgt sicher nicht nur durch Wasserstoff -Ionen, sondern uberwiegend durch Ammonium-Ionen. So kiinnte es in der Grenzflache zu einer Umsetzung von Sauerstoff mit Ainmoniumradikalen kommen, was zu der Bruwgleichung fuhren wurde: 2 Zn + 4 NH,C1 4-3 0, = 2 ZnC1, + 4 NH,OH + 2 H20 Diese Umsetzung wurde 3 Grammatome Sauerstoff je Grammatom Zink erfordern. I n der Natriumchlorid-Losung hingegen erfolgt die Reaktion: 2 Zn + 4 NaCl + 0, = 2 ZnC1, + 2 Zn(OH), Hier y i r d nur 1 Grammatom Sauerstoff je Zinkatom verbraucht.

Die Ammonchlorid-Losung gab mit Pikrylchlorid am Ende des Versuchs eine positive, jedoch nur augerst schwache Reaktion auf Hydroxylamin. Das oben erwahnte Zahlenverhaltnis kann somit zufillig sein.

Zusammenfassung

Es wurden die Korrosionsgeschwindigkeiten einiger Metalle m'lt Hilfe der manometrischen sog. Wdrburg-Technik gemessen. Dabei hat sich ergeben, da8 mit dieser Methode die Korrosionsgeschwindigkeit kurzzeitig mit beachtlicher Genauigkeit aufgenommen werden kann. Es wurden einige Beobachtungen uber das Verhalten von Zink in Natriumchlorid-und in Ammoniumchlorid-Losung mzgeteilt. In beiden Fallen wird kein Wasserstoff entwickelt, sondern lediglich Sauerstoff verbraucht. Der Sauerstoffverbrauch bei der Reaktion in belufteter Kochsalzlozung stimmt mit der Gewichtsabnahme der Zinkproben uberein. In Amnioniumchlorid-Losung hingegen betragt der Sauerstoffverbrauch etwa das 3fache der gelosten Ziniaquivalentenmenge.


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