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Untersuchung von Grenzflächenspannungen mit der Cohäsionswaage

✍ Scribed by Agnes Pockels


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1899
Tongue
English
Weight
690 KB
Volume
303
Category
Article
ISSN
0003-3804

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✦ Synopsis


1 1. U n t e r s u c h n g v o n Grenxftachenspannun~en mit der Cohasionswaage; v o n A g m e s P o c Ii e Is. Die capillare Spannung an der Grenzflliche zwischen zwei tropfbaren Fliissigkeiten, welche ich im Gegensatz zu der Oberflachenspannung von Luft begrenzter Fliissjgkeiten kurz als Grenzflachenspannung bezeichnen will, ist, so vie1 ich weiss, bisher nur durch Beobachtung von Steighohen in Capillarrohren und durch Messungen an Tropfen und Blasen bestimmt worden. Urn dieselbe mit der Wange zu bestimmen, kann man, falls die eine Fliissigkeit Wasser ist, ein zweifaches Verfahren einschlagen. Entweder man misst sie direct, in derselben Weise, wie sonst die Oberflachenspannung, d. h. durch Eintauchen des Adhasionsringes in eine Wasseroberflache , die statt von Luft, von einer anderen Fliissigkeit bedeckt ist, oder man misst sie indirect, indem man auf einer anomalen') Wasseroberflache sich eine andere Fliissigkeit ausbreiten lasst, wodurch die Spaiinung der umgebenden Wasseroberflache sinkt und bei einem bestimmten Werthe (a,') der letzteren die Ausbreitung aufhort. Diesen Werth, die Gleichgewichtsspannung2), bestimmt man nun mit der Cohasionswaage und erhak aus ihr die Grenzflachenspannung a12 durch Subtraction der Oberflachenspannung N~ der oberen Fliissigkeit, vorausgesetzt naturlich, dass diese flach genug ausgebreitet ist, urn den Winkel zwischen Oberflache und Grenzflache vernachrassigen zu konnen ; denn in diesem Falle ist all= ag + a12. 1) ,,Anomal" nenne ich eine Wasseroberflache, deren Capillarconstante durch Spuren von in Wasser unloslichen Substanzen erniedrigt ist und mit der Groese der Oberflache variirt, ,,normal", wenn die Verunreinigung so gering ist , dass die Oberflachenspannung ihren Maximalwerth hat und beim Ausdehnen und Verkleinern der Oberflache constant bleibt. (Vgl. Nature 43. p. 437. 1891.) 2) A. P o c k e l s , Nature 60. p. 223. 1894.


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