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Untersuchung von biochemischen Parametern des Blutplasmas sowie von Körper- und Organgewichten bei experimenteller diätetischer Fettsucht der Wistarratte

✍ Scribed by Peters, W.-H. ;Brachmann, K. ;Krug, G. ;Haude, W.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1976
Tongue
English
Weight
751 KB
Volume
20
Category
Article
ISSN
0027-769X

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✦ Synopsis


Abstract

Bei diätetisch verfetteten Ratten wurden biochemische Parameter im Blutplasma sowie Körper‐ und Organgewichte in der dynamischen und statischen Phase der Fettsuchtentwicklung untersucht. Wir bestimmten Gesamtcholesterin, Gesamteiweiß, Albumin, Kreatinin, Harnstoff‐N und die Transaminasen. Nach 4–5wöchiger Fütterung einer Hochfettdiät (50% Fettanteil) haben die Fettiere gegenüber Kontrollen ein im Mittel 90 g höheres Körpergewicht. Diese Differenz wird in der statischen Phase aufrechterhalten. Fettiere haben eine größere Körperlänge. Die Hochfettdiät mit ihrem hohen Sonnenblumenölanteil führt zu einer Verminderung des Plasmacholesterinspiegels fettsüchtiger Ratten.

Plasmaeiweißkörper, Kreatinin und Harnstoff‐N sowie die Transaminasen gestatten als Funktions‐ bzw. Schädigungsparameter Rückschlüsse auf mögliche Nieren‐ oder Leberschäden der Fettiere. Während bei den Plasmaeiweißen keine Differenzen zwischen Kontroll‐ und Fetttieren beobachtet werden, zeigen fettsüchtige Ratten in der dynamischen Phase vereinzelt hohe Kreatininkonzentrationen. Die Harnstoff‐N‐Werte sind zwischen beiden Tiergruppen ohne Differenz. Bei Fettieren findet man als Ausdruck der Leberverfettung Erhöhungen der Alanin‐Aminotransferase. Eine Synopsis von Gewichtsverläufen, biochemischen Parametern und histologischen Untersuchungen läßt die Schlußfolgerung zu, daß im vorliegenden Tiermodell einer diätetischen Fettsucht der Ratte neben nahrungsbedingten Stoffwechselveränderungen keine zusätzlichen Organschäden nachweisbar sind.