## Abstract Aufgrund klinischer Daten ist die Gabe von Johanniskrautextrakten bei Patienten abzulehnen, die Arzneimittel mit geringer therapeutischer Breite einnehmen müssen (z. B. die Immunsuppressiva Ciclosporin und Tacrolimus, Antikoagulantien vom Coumarin‐Typ, Virustatika wie HIV‐Proteaseinhibi
Unerwünschte Wirkungen und Interaktionen der Ketolide und Oxazolidinone: Verträglichkeit von Antiinfektiva
✍ Scribed by Ralf Stahlmann; Judith Sendzik
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 2004
- Tongue
- German
- Weight
- 354 KB
- Volume
- 33
- Category
- Article
- ISSN
- 0048-3664
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✦ Synopsis
Abstract
Telithromycin und Linezolid sind jeweils die ersten verfügbaren Antiinfektiva aus zwei neuen Arzneimittelgruppen: den Ketoliden und den Oxazolidinonen. Bei Patienten, die mit dem Ketolid Telithromycin behandelt wurden, kam es relativ häufig zur Diarrhö. Telithromycin hemmt unter anderem das Cytochrom Isoenzym CYP3A4, damit besteht ein ausgeprägtes Potenzial für klinisch relevante Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Es besteht die Aufgabe für Ärzte und Apotheker auf die möglichen Interaktionen bei der Verschreibung und Abgabe des Ketolids hinzuweisen. Das Oxazolidinon Linezolid besitzt ein hämatotoxisches Potenzial, das bei mehrwöchiger Therapie zu Anämie, Leukopenie oder Thrombozytopenie führen kann. Wöchentliche Blutbildkontrollen sind notwendig, um Komplikationen rechtzeitig zu erkennen. Linezolid ist ein Hemmstoff der Monoaminoxidase und darf nicht mit anderen MAO‐Hemmern, Serotonin‐Wiederaufnahme‐Hemmern und einigen anderen Arzneimitteln kombiniert werden, da es sonst zum Serotonin‐Syndrom kommen kann. Bei wohlüberlegter Anwendung und unter Berücksichtigung der spezifischen pharmakologisch‐toxikologischen Wirkungen sind die beiden neuen Arzneimittel sichere und sinnvolle Ergänzungen der antibakteriellen Therapeutika.
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