𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber Verbindungen von seleniger und arseniger Säure mit Schwefelsäure-Anhydrit, sowie über dessen Isolirung

✍ Scribed by Weber, Rud.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1886
Weight
304 KB
Volume
19
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Ueber V e r b i n d u n g e n von seleniger und arseniger Sliure mit Schwefelsaure-Anhydrit, sowie iiber dessen (Vorgetragen in der Sitzung von Herrn A. \'. Hofmann.)

Isolirung.

Im Anschlusse an meine friiheren Untersucliungeii iiber Schwefelsiiure -Anhydrit und dessen Verbindongeu 1) theile ich Folgendes mit.

A. S e 1 e n i g e s ii u r e un d S c h w e f e l sii u re-A n h y d r i t. Trockene Selenigesaure verbindet sich leicht mit Schwefelslure-Anhydrit , wenn beide Korper in einer abgeschmolzenen Glasrohre gelinde erwarmt werden. Ein Ueberschuss ron Anhydrit nimmt die entstandene Verbindung leicht auf, und durch gelindes, vorsichtiges Erwarmen iiber den Siedepunkt des Anhydrits llsst sich der ungebundene Theil leicht davon abdestilliren. Zur Darstellung der Verbindung wahlte ich eine an dem einen Ende zugeschmolzene, knieformig gebogene Glasriihre von 5 bis 8 mm Weite, goss sorgfaltig rectificirtes Anhydrit hinein, schmolz sodann zu und trieb durch gelindes Erwarmen reinstes Anhydrit in den anderen Schenkel iiber. Nachdem durch Abkiihlen das destillirte AIihydrit zum Erstarren gebracht war, sprengte ich den unteren Theil des Rohrschenkels, aus welchem destillirt worden, und der Partikel unreinen , hydratischen Riickstandes enthielt, ab. Nun schuttete ich trockene, gewogene Selenigesiiure hinzu und zog das offene Rohrende zu einer nach unten gekriimmten Spitze aus. Durch Erwarmung des Rohres in einem Wasserbade schmolzen beide Korper leicht zusammen. Den fiir die Bildung des Eorpers erforderlichen Ueberschuss des Anhydrits entfernte ich in der Weise, dass ich die Spitze des leeren Schenkela abbrach und den anderen Schenkel wiihrend einer Dauer von 15 bis 20 Minuten in einem Wasserbade auf 60-70O erwarmte. lch fing das abtropfende Anhydrit in einem Glaschen auf, das mit einem iiber die Spitze geschobenen Kork angeschlossen war. Wenn nichts mehr abdestillirte, entfernte ich mittelst einer Flamme die an1 leeren Glasschenkel anhaftenden Anhydrittheile und wog nun das mit einer Kappe verschlossene Knierohr. Durch Auflosen der Verbindung und Riickwiigen des Rohres lPsst sich die Zusammensetzung des Korpers ermitteln, welche sich durch folgende Zahlen ausdriickt: Angew. Seleniges. Verbindung. Sel. SLure in pCt.


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