𝔖 Bobbio Scriptorium
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Ueber Ural-Orthit und Irit, zwei neue Mineralien

✍ Scribed by R. Hermann


Publisher
John Wiley and Sons
Year
2004
Tongue
English
Weight
249 KB
Volume
23
Category
Article
ISSN
1615-4150

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✦ Synopsis


Unter dem Namen von Tscliewkinil erhielt ich kiirzlich aua Miask ein Mineral, das zwar ganz das iiussere -4nsehen von Tsche\i*kinit hntte, dessen bedeutend geringeres spec. G a r . jedoch sclron auf einen wesentlichen Unterschied zwischen beiden Mineralien bindeutete. Ich untewarf daher dasselbe einer genauern Untersuchung, deren Resultate ich mir erlaube, nachstehend milmtheilen. Dieses Mineral, welches ich Ural-Orthil genannt babe, findet sich in der Umgegend von Miask in dem ilmenischen Gebirge in Begleitung von Zirkonen. Das Stiicl;, welches ich besitze, hatte ein Gervicht von 8% Unzen. Es zeigte k i n e Spur von Krystnllisntion, hatte eine nicrenrirmige Gestalt und bestand fast durchgiingig aus reinem Mineral. Nur tiin und wieder aeigten sich ltlciiie Ysrticn eingewachsenen fleischrothen Feld-spa~hsj ouch kfeiric Krydalle von beigemenglen Zirkonen waren stellenweise zu bemerlien. Das qiec. Gew. des ganzeti Pliickes betrup 3,33. Ausgesuchte Stuck2 gsnz reinen Ural-Orttiils zeigtco ein Dic Hiirte l a m der deq Feldsyaths nnhe. Das Mineral hat einen klein-uod flnchmuschligen nruch, schwarzhraune Farbe, ist undurchsichtig oder do& nur an den Russersten Kanten etwas durchscheinend, gliinzend , von einem Glanxe, der nicht ganz dem Glaeglnnze entspricht und den ich IIarzglanz nennen mochte. Vor dem Lothrohre veriindert sich das Mineral bei schwachen Hitzegraden gar nicht. Rei sflrkeren Hitzegraden schrnilzt es an den Knnten zu einem blasigen schwarzen Glase, wobei cs zu blumenkohliihnlichen Verzweigungen auswachst. Im Kolben verandert es sich nicht, giebt aber etwas Wasser. I m Borax lost sich der Ural-Orthit in der Oxydationsflamnie 211 einem in der Hitze gelben, nach der Abkiihlung farbloven spec. Gewicht von 3,41.

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Journ. f. pralit. Chemie. XXIXI. 6.


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