Ueber Synthesen des Guanidins
β Scribed by Hofmann, A. W.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1866
- Weight
- 339 KB
- Volume
- 139
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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β¦ Synopsis
Vor nahezu zwanzig Jahren habe ich bei der Einwirkung des Chlorcyrns auf das Anilin einen Kiirper, das Helanilin **), erhalten, welchet, der Zeit nach, Ausgangspunkt einer sehr merkwiirdigen Reihe von einsaurigen Triaminen geworden ist. Das Melanilin, urspriinglich als ein Diamin, als Cyandiphenyldiamin angesprochen , lafst sich auch von 3 Mol. Ammoniak ableiten, in denen 2 At. Wasserstoff durch Phenyl vertreten sind ; es stellt sich alsdann als ein Triamin , als Carbodz'phenyltriamin dar , in welchem die drei Ammoniakmolecule durch die Gegenwart eines vierwerthigen Kohlenstoffatoms zusammengehalten werden. Dem Melanilin schlofs sich spater das von D e s s a i gn es ***) bei der Oxydation des Kreatins erhaltene Methyluramin an. In dieselbe Reihe gehiiren ferner das bei der Einwirkung des Kohlenstoffchlorids auf Anilin erhaltene Carbotriphenyldiamin +) , s o w 6 die entsprechende Aethylverbindung, das Carbotriatliyltriamin ++) , welche sich bei der Behandlung des Natriumathylats mit cyansaurem oder cyanursaurem Aethyl bildet. Seiner Zusammensetzung nach das interessanteste Glied dieser Reihe ist aber jedenfalls das von Herrn A. S t r c c k e r bei der Behandlung von Guanin *) Aus den Monatsberichten der Academic der Wiasenschafien zu Berlin, Marz 1866, mitgetheilt.
"9 Diese Annalen LXVII, 129.
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