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Ueber Silbersalze von Säureamiden und Säureimiden. I

✍ Scribed by Ley, H. ;Schaefer, K.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1902
Weight
298 KB
Volume
35
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


Hiernach fallt das Quecksilbercyanid voilig aus der Reihe der Quecksilbersaureimide heraus, und es liegt die Annahme nahe, dass hier keine Quecksilber-Stickstoff-, sondern eine Quecksilber-Kohlenstoff-Bindung vorliegt. Letztere ist auch nach den Untersuchungen H o f m a n n's durch besondere Bestandigkeit ausgezeichnet. Auch durch die absolut nentrale Reaction unterscheidet sich das Quecksilbercyanid ron den friiher besprochenen Qtiecksilber-SIureimiden.

Die Versuche wprden in verschiederien Richtungen fortgesetzt. 206. N. L e y und E. S c h a e f e r : Ueber Silbersalze von Saureamiden und Saureimiden. I. [Mittheilung aus drm ehemiseheu Institut. der Uriversitat Wtrzburg.] (Eingegangrn am 26. Mlrz l!Kl2.) Wiihrend Etinsichtlich der Constitution der Quecksilbersaure-, A mide und -1mide als Quecksilber.Sticlrstoff-Verbindungexi in Folge der gt OYVW Atomaffinitat zwischen dem Metall und Stickstoff Zweifel wohl nicht mehr bestehen diirften, ist die Fiage nach der Natur der fGr die organische Cheniie ungleich wichtigeren Silbersalze von Siiure Amiden resp. .Inliden noch als eine offene zii betrachten. 'on den meisten Autoren. SO von T a f e 1 5 ) und ntuerdings von W. V i s l i c e n u s 2 ) wird die Ansicht vertreteri, dass in den Silbersaureamiden. z. B. dern Silberbenzamid, das Metall a n Sauerstoff gebunden sei. Bei einer gewissen Aehnlichkeit zwischen Qnecksilber und Silber iii elelrtrocheitiischer Hinsictitbeide Metalle sirid Nachbarn in der Spannungsreihe -, kiinnte man auch beim Silber eine bestimmte, wenn auch weit geringere Atornaffinitlit ziim Stickstoff verniuthen und i n den Silbersaureamiden Kiirper mit Silber-Stickstoff-Bindung erblicken, eine Annahme. rnit welcher die Reactionen dieser Sake, z. B. die Bildung von Sauerstoffathern bei der Alkylirung, ebenfalls vereinbar Bind. Dass thatsacblich eine Metnll-Stickstoff-Bindung bei Silbersaure-Amiden und drninach auch wohl bei -1miden beriicksichtigt werden muss, zeigen Beobachtungen ron T i t h r r 1 e y 3), welcher zwei Silberacetamide darstellen bonnte und zwar ein weisses, friiher schon beknnntes nnd ein orangtyelbes Salz. Letzteres konnte zwar nicht viillig rein erhalten werden. nber es wurde auf indirectem Wege ziemlich wshrscheiulich gemacht, dass ein Sitbersalz des Acetamids vorlag. T i t h e r 1 e y sieht letzteres Salz als Silber-Stickstoff-Vetbindung an. *) Dime Berichte 23, 103 [lSSO]. 3, Journ. &em. Sac. 70, 391 [191)1]. a) Ann. d. Chem. 312, 59.


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