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Ueber mangansaures und manganigsaures Baryum (Schluss)

✍ Scribed by G. Kassner; H. Keller


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1901
Tongue
English
Weight
480 KB
Volume
239
Category
Article
ISSN
0365-6233

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✦ Synopsis


Mangansaures und manganigsaures Baryum. 481 Bei der zersetzenden Einwirkung des Waschwassers llsst sich ein tihnlicher Beweis zwar nicht mit derselben Sicherheit ffihren, weil die Zersetzungsprodukte: Ba(0H)e und Ba(MnOr>e beide in Wasser ltislich sind und somit im Prtiparat nicht mehr nachgewiesen werden ktinnen. Es ltisst sich jedoch zeigen, dass es auch kaum mtiglich, oder doch hdchst unwahrscheinlich ist , dass die angefuhrten Braunsteinmengen durch den zersetzenden Einfluss des Wassers entstanden sein kannten; denn aus der zweiten Gleichung ersieht man, dass zur Bildung eines Molekuls Braunsteins drei Molekiile Baryummanganat zersetzt werden miissen; oder, dass zur Bildung der in den Jolles'schen Prtiparaten angegebenen Braunsteinmengen an BaMn O4 84,68 und 106,1% und zur Bildung der in unseren Prlparaten angegebenen Braunsteinmengen an BaMn04 58,53 und 59,15 % erforderlich sein wlirden. Dass das Wasser einen derartig zersetzenden Einfluss auf das Baryummanganat , das selbst fast ganz unltislich darin ist , austiben sollte, ist nicht sehr wahrscheinlich; immerhin muss zugegeben werden, dass durch die Zusammenwirkung beider Arten von Zersetzung eine mehr oder minder erhebliche Menge yon Braunstein entstehen kann. Die Zusammensetzung der Prtiparate llsst sich jedoch noch in anderer Weise berechnen. Wir haben vorhin (Seite 478) gefunden, dass, wenn man auf Grund der Sauerstoff-Bestimmung den Gehalt an Baryummanganat berechnet, man einen so hohen Prozentoatz davon erhat, dass die gefundene Baryum -Menge dazu nicht ausreicht. Hieraus haben wir den naheliegenden Schluss gezogen, daas in den Prtiparaten ent weder eine gewisse Menge eines KZirpers vorhanden sein miisse, der verhUtnismbsig weniger Baryum enthalte, als das Manganat, oder, dass ein Teil des Sauerstoffs anderweitig gebunden sein rnthse. In Bezug auf die letzte Mbglichkeit konnte natlirlich nur an den Braunstein gedacht werden. Da aber unsere Untersuchung ergeben hat, dass es nicht als wahrscheinlich anzusehen ist, dass der ganze Ueberschuss an Sauerstoff als Braunstein in den Prgparaten enthalten sei, so muss auch die erste Alternative angenommen werden: es muss ein Kbrper vorhanden sein, der verhlltnismkisig weniger Baryum enthtilt, als das Manganat. Diese Vkrmutung bestltigt sich durch folgende Untersuchung : Ein Prtiparat, das unmittelbar nach seiner Darstellung, mit Wasser geschllttelt, dieses kaum violett fPbte, lieferte einige Monate spater

es war in einem Prtiparatenglase aufbewahrt gewesenbei Wiederholung des Versuches eine tiefdunkelviolette L6sung. Dies beweist , dass das Manganat bereits erhebliche Mengen Permanganat enthielt. Das Permanganat ist aber eine solche Ver-Arch. d. Pharm. CCXXXIX. Bds. 7. Heft.


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