Ueber Einwirkung von Schwefelwasserstoff auf Alkaloïde
✍ Scribed by Schmidt, Ernst
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1876
- Weight
- 718 KB
- Volume
- 180
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Mittheilungen aus dem Universitatslaboratorium zu Halle. (Eingslaufon den 28. Daoember 1876.) 78. Ueber Einwirkung von Schwefelwaaserstoff aut Alkalo'ide ; von Emat Schmidt. Vor liingerer Zeif erhielt A. W. Ho f m a n n *) durch Emwirkung von gelbem Schwefelammonium auf Strychnin in dkoholischer Lasung eine eigenthiimliche Verbindung diesea Alkaloids mit Wasserstoffhypersullid (HIS,). Es lag der Gedanke nahe, zu versuchen , ob nicht weitere Pflanzenbasen derartige Verbindungen eingehen, j a sogar ob dieses Verhalten nicht als eine besondere Eigenthiimlichkeit der Alkaloide zu betrachten sei. Obschon es H o f m a n n auf diesem Wege nicht g e l w g e n w a r , von einem anderen der zahlreichen Alkaioide einen dernrtigen Abkdmmling darzusteilen , so hatte schon H. W i c h e l h au s, oach privakr Mittbeilung, sich uberzeugt, dafs aufser dem Strychnin auch das Brucin schwefelhaltige Verbindungen und zwar durch direck: Einwirkung von Schwefelwasaerstoff auf eine slkoholiscbt! U s u n g jener Kiirper liefere. Bei einer Wiederaafnahme meinerseita der W i c h e I h a u sschen Versucha hat 8s sich herausgestellt, dsfs nicht nur Strychnin und Brucin unter jenen Bedingungen schwefelhaltige Verbindungell liefern, sondern dafs von den bekannteren Ptlanzenbasen nur sehr wenige, wie a. 8. die der Harnsaiuregruppe angehbrenden schwachen Basen, das Coffei'n und Theo-9 Bariohte der deubden oheminchen &relIschaft 1, 80. llchntidt, iibm Einwirkung VOR bromin , gegen Schwefelwasserstoff sich indifferent verhelteo. Ohschon jene Kiirper theilweise als wohl charakterisirte individuen erscheinen, so hat doch bei der Untersuchung die blehrzahl derselben keine Zahlen geliefert, welche auf constante chernische Verbindungen hindeuten, sondern es scheinen dieselben Gernenge verschiedener Kiirper zu sein, deren Trennung durch die leichte Zersetzbarkeit hisher illusorisch gernacht wurde. Urn den Verlauf der Reaction, auf welcher die Bildung dieser eigenthiimlichen K6rper heruht, naher zu studiren, habe id zunlcha die Strycbnin-und Brucinverbinduiigen, welche sich leicht in heliebigen Mcngen und von vollsliindigttr Reinheit erhalten lassen, specieller untersucht. 1. Strydnin. SPttigt m m eine rlkoholische Strychninlbsung mit Schwefelwasserstoff und iiberliifst die Flrissigkeit einige Zeit der Ruhe, so scheiden sich allniiilig orangerothe Nadeln yon grober Sch6nheit aus, deren Menge durch erneute Sattigung der Pldssigkeit niit Schwefelwasserstoff bedeutend vermehrt werden kann. Ein Abgiefsen der Mutterlauge iind Auswaschen mit Alkohol genirgt sodann , uni jene Krystalle in vollstandiger Reinheit zn erhalten. Die Analysen, welche mit dern rn6glichst schnell im Vacuum getrockneten Korper ausgefuhrt wurden , lieferkn folgende Zahlen ;
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