Ueber einige die Maxwell'sche Electricitätstheorie betreffende Fragen
✍ Scribed by Ludwig Boltzmann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1893
- Tongue
- English
- Weight
- 313 KB
- Volume
- 284
- Category
- Article
- ISSN
- 0003-3804
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✦ Synopsis
a) In des Verfassers Ruche iiber diesen Gegenstand wurde der Satz, dass (lie Arbeit, welclie ein Solenoidpol bei der Rewegung in einer geschlossenen Curve, welche eine Strombahn einmal umfasst, leistet, gleich dem Producte der Intensitat m des Solenoidpols uiid der Gesnmmtintensitat i des electrischen Stromes in eine Constante ist , durch Zuziehung des Biot-Savart'schen Geset.zes begruiidet. Wenngleich die in diesem Gesetze vorausgeset.zte Fernwirkung von vornherein als scheinbare aufgefasst wurde, so bleibt trotzdein die Nothwendigkeit der Zuziehung eines Fernwirkungsgesetzes stiirend. Dieselbe I ~i m i nun ganz vermiedeii uiid dadurch die Anzahl der Ann;~hmeii, welclie zur Begriiiidung der Maxwell'schen Theorie erforderlicli sind , um eine vermitidert werden, indem man an die schon geniaclite Annahme ankniipft, dass der Ausdruck , welcher bei Beweguiig eiiies Solenoidpols die Arbeit angibt, das vollstandige l)ifferc:iitinl einer Function ist, welche iiur bei Umkreisung eines fremden electrischen Stromes mehrdeutig wird. Daraus folgt sofort, dass sich die Arbeit nicht iindeni kanii , wenn die Uiiikreisuiigscurve in eine beliebige andere, dieselben fremderi Strome gleic,h oft und in gleicheln Sinne umkreisende, iibergeht. Im Falle eines einzigen fremden Stromes kann also die hrbeit nur von m und i abhangen. Dass sie cliesen beideii Chiissen proportional sein muss! folgt schon aus den meclixnischen Ausgangspunkten der Theorie. b) Bus den Gleichungen Maxwell's folgt bekanntlich, dass wahrer Magnetismus uninoglich ist. Nun kann man sich zwar dadurch lielfeii, dass man sagt, ill Stahlmagneten gelten diese Gleichungen nicht. Da man aber bisher Gleichungen, welche fur &en uncl Stahl gelten, nicht aufstellen konnte, so scheint es doch wunschenswerth, auch :ius den Maxwell'schen Gleichungen die Moglichkeit ron Korpern herzuleiteri , welche sicli wie Magilete verlialten. Es sirid selbstverstandlich die
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89 aus Pumarsiiure erhaltenen Aepfelsiiure wPre also das Resultat einer in einer Mischung zweier optisch-activen SBuren stattfindenden Compensation. Die Richtigkeit dieser Vermuthung mufs sich zweifellos experimentell feststellen lessen, und ich behalte mir vor , die Untersuchung in diesem Sinne wei