Ueber einige Derivate des Pseudocumols
โ Scribed by Nietzki, R. ;Schneider, Jean
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1894
- Weight
- 307 KB
- Volume
- 27
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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โฆ Synopsis
Masse schaumt heftig auf und fiirbt sich gelb. Hat das Aufschlumen nachgelassen, so erhitzt man noch ein paar Minuten. Die halbfeste Masse saugt man an der Wasserstrahlpumpe ab, wascht mit einem Gemisch gleicher Volume Benzol und Phosphoroxyclilorid und presst rnehrmals zwischen Fliesspapier ab. Man krystallisirt aus vorher zum Siedeii gebrachtem Eisessig, von welcheni man gerade so riel anwendet, dass das Dichlordibydroopiazon sich eben lost. Die auf dem Porcellan getrocknete Verbindung wird auf Monochloropiazin weiter rerarbeitet. Zu diesern Zweck fiigt man z u der Dichlorverbindung vorsichtig Wasser und tropfenweise Sodalosung hinzu. Das gelbe Ketochlorid rerwandelt sich dabei in das fast weisse, schwach rosa gefarbte Monochloropiazin. Man lasst absetzen, filtrirt, wascht rasch mit Wasser aus und trocknet auf Porcellan. Beilaufig wurden das Gold-, resp. Platindoppelsalz des Monochloropiazinclilorhydrats dargestellt. Das G o 1 d d o p p e 1 s a l z , ( Clo Hg CI N z 0 9 . โฌI CI)Au CIS, fallt beirn Versetzen einer Losung des Monochloropiazins in gewijhnlicher Salzsaure mit wassriger Goldchlorid-Losung, als dicke, hellgelbe flockige Masse zu Boden. Bnalpe: Eer. I'rocente: Au 34.56. Gef. n )) 34.40. Wassrige Platinchloridliisung erzeugt in der salzsauren Liisurig des Monochloropiazins eine orangerothe Fallung des P l a t i n d o p p e ls a l z e s , 2 ( C l o H 9 C 1 N z O ~. H C I ) . PtC14. Analyse: Ber. Procente: P t 21.63, CI 33.05.
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22.1S, n 32.23.
Organ. Laboratorium der Techriischen Hochschule zu B e r l i 11.
266. R. N i e t z k i und Jean
S c h n e i d e r : Ueber einige Derivate des Pseudocumols. (Eingegangen am 30. Mai.) D i n i t r o c h 1 o r p s e u d o c u m 01. Mit Hiilfe des unsyrnnietrisclien Dinitrochlorbenzols hat der Eine von uns eine Reihe von amidirten Diphenylaminderivaten dargestellt, welche sich durch Oxydatioii i n Farbstoffe der Indamin bezw. Azirireihe iiberfuhren liessen. Da das Chloratom des Dinitrochlorbenzols sich nicht nur gegen die Reste von Aminen, sondern, wie schon W i l lg e r o d t zeigte, auch gegen Phenolreste austauschen lasst, so lag der Gedanke nahe, diese Methode auch zur Synthese der Oxazimfarbstoffe zu versuchen. Solche Korper liessen sich voraussichtlich aus Deri-
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