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Ueber einige Derivate der Angelicasäure und Tiglinsäure

✍ Scribed by Melikoff, P. ;Petrenko-Kritschenko, P.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1890
Weight
694 KB
Volume
257
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


i i 6 M e I ik o f f u. Pe t r e n k o -Kb i-t s c h en k o , iiber felwasserstoffwasser und schuttelt man, so erscheint die bekannte, durch Reduction der Wolframsaure hervorgerufene Blaufarbung. Eine Titansaurelosung farbt sich unter den gleichen Umstanden violett, die Vanadatlosung blau u. s. w. Anorganisches Laboratorium der bohm. technischen Hochschule in P r a g. Ueber einige Derivate der Angelicasaure und Tigliiisaure ; von P. Melikoff und P. Petrenko-Kritschenko. Eingelaufen am 5. Februar 1590.

Die Angelicasaure und die Tiglinsaure gehiiren zu denjenigen Yerbindungen, dcren Isomerie, wie wohl allgemein angenommen wird, durch die herrschende Structurtheorie sich nicht erklaren lafst; wenn nun auch die in der letzten Zeit verbreitete Theorie der raumlichen Anordnung der Atome die fragliche Isomerie zu erklaren vermag, so bedarf sie doch weiterer experimentellen Bestatigung. Bei solchem Zustande der theoretischen Ansichten hat jede Thatsache, welche in Beziehung zu diesen so schwer begreiflichen Yerbindungen steht, ihren Werth; von diesem Standpunkte aus unternahmen wir die folgende Untersuchung, welche eine Fortsetzung der von einem von uns angefangenen und vor einiger Zeit publicirten Arbeit *) ist.

Die Angelicasaure kann bekanntlich bei Einwirkung einiger Reagentien, wie z. B. der Mineralsauren, sich in Tiglinsaure umwandeln ; demnach sollte man erwarten, dafs dieselbe unter der Einwirkung von Unterchlorigsaure entweder ganz oder wenigstens theilweise in die isomere iibergehen werde. Im ersten Falle miifsten die sich bildenden Chloroxysauren mit den bei der gleichen Reaction aus der Tiglinsaure entstehenden *) Journal d. rnss. chem. Ces. 18, 524. 0,3716 g Substanz gaben 0,0812 Zn. Berechnet Gefunden Zn 17,66 17,52. 1i8 M e l i k o f f u. P e t r e n k o -K r i t s c h e n k o , uber Das Calciumsalz, ( C6H8C10s)&a, wird durch Sattigung der freien SIure mit kohlensaurem Kalk und Verdunsten an der Luft erhalten. Das Salz krystallisirt in dunnen glanzenden Prismen. 0,2906 g Substanz gaben 0,1122 CaSO,. Berechnet Gefunden Ca 11,71 11,37. Der Vergleich der eben beschriebenen Chloroxyvaleriansaure mit derjenigen Saure, welche bei Einwirkung yon Salzsaure auf a/3-Dimethylglycidsaure *) oder mit der Chloroxyvaleriansaure vom Schmelzpunkte 75O, die mittelst Unterchlorigsaure aus Tiglinsaure erhalten wird, erweist vollstandige Identitat. Demnach bildet sich bei Addition von Unterchlorigsaure zu der Angelicasaure eine Chloroxyvaleriansiure (8-Chlor-a-methyl-a-oxybuttersaure), welche als ein Derivat der Tiglirisaure zu betrachten ist. ag-Dimethy Zglycidsaure. Des weiteren Vergleiches wegen wurde aus dieser Chloroxysaure eine entsprechende Glycidsaure dargestellt. Bei Einwirkung einer alkoholischen Losung von Aetzkali auf eine alkoholische Losung der Saure wird Chlorkalium abgespalten und es bildet sich in fast theoretischer Menge das Kaliumsalz der Dimethylglycidsaure. Das KaZiumsaZz, C5H7KOs + 1/2 €140, krystallisirt in feinen Blattchen, welche schuppenartig aussehen und einen fettartigen Perlmutterglanz besitzen. In Wasser ist das Salz leicht loslich, sowie auch in heifsem Alkohol, in welchem es bei gewohnlicher Ternperatur sich nicht lost. Das SiZhersalz, C5H7Ag0,, durch doppelte Zersetzung des Kaliumsalzes mit Silbernitrat erhalten und aus Wasser umkrystallisirt, scheidet sich in Form kleiner Tafelchen aus. Beim Erwarmen zersetzt es sich leicht unter Ausscheidung von metallischem Silber. *) Diese Annalen B34, 231. Berechnet Gefunden 0,2146 g Salz gaben 0,0476 ZnO. Zn 17,66 17,79. *) Diese Annalen 2 0 6 , 268. **) Daselbst 216, 162, ***) Daselbst 254, 210.


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