Ueber eine neue Reihe von Diaminen, welche in der Fabrikation des Methylanilins als Nebenproducte auftreten
✍ Scribed by Hofmann, A. W. ;Martius, C. A. ;Hofmann, A. W.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1873
- Weight
- 411 KB
- Volume
- 6
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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✦ Synopsis
dem diese Substanzen in den tinctorialen Industrieen eine umfassende Anwendong gefunden haben , verschaffen kann , hat mich veranlasst, das Verhalten dieser Verbindungen gegen Schwefelsaure kiner naheren Priifung zu unterwerfen. Bis jetzt hah' ich nur die Monosulfosaure des Dimethylanilins dargestellt. Sie ist eine gut krystallisirte Substanz von der Zusammen-Die Saure verliert bei looo 1 Mol. Wasser. Fiir die Analyse wurde die ,wasserfreie Saure verwendet. Theorie. Versuch. Kohlenstoff 47.76. 48.24. Wasserstoff 5.47. 5.71. Die Saure ist ausgezeichoet durch die Schiinheit ihrer Salze. Das Bariumsalz zumal kann mit Leichtigkeit in grossen glanzenden Blattern gewonnen werden. Es entbalt 3 Mol. Wasser, welche bei 1100 entweichen. Die Formel: Cl6 H,, BaNa Sa 0, verlangt 25.51 pCt. Barium.
I& beabsichtige diese Versuchc im Sommer-Semester fortzusetzen und hoffe der Gesellsohaft bald die Beschreibung der Disulfosiinre des Dimethylanilins sowie der dem Monomethylanilin entsprechenden Sulfosiiuren vorlegen zu konnen. Der Versuch hat 25.34 ergeben. 110. A. W. Hofmann u. G.A. Martius: Ueber eine neue Eeihe von Diminen, welche in der Fabrikation des Methylanilins ale Nebenproducte auftreten. (Aus dem Berl. Univ.-Lab. CXLV; vorgetragen von Hrn. A. W. Hofmann.) Vor etwa anderthalb' Jahren baben wir') der Gesellschaft Mittheilung iiber die tertiaren Monamine gemacht, welche sich bei der Einwirkung des Methylalkohols auf cblorwasserstoffsaures Anilin neben Methyl-und Dimethylanilin erzeugen, und in denen der Versucb die hijberen Homologen des Dimethylanilins hatte erkennen lassen. Die damals mitgetheilte Untersuchung bezog sich auf das Basengemenge, welches, aus dem in dem Autoclaven gebildeten Reactionsproducte, durch Kalk in Freibeit gesetzt, mit Hiilfe eines Stroms von Wasserdampf iibergetrieben werden kann. Eine nicht unerhebliche Menge basischer Oele l5sst sich j edoch im Wasserdampfs trome nicht verflfichtigen, 1) H o f m a n n u. M a r t i u s , Diese Beichte IV., 742.